Aktuelles

47. SEMINARTAG DES BAK

Im Bild von links: Josef Paintner, Georg Münzhuber, Elke Rudolph und Richard Sauerer


47. Seminartag des Bundesarbeitskreises für Seminar- und Fachleiter/innen (BAK) in Bremen

„Ganztags Schule machen - Kooperationen und multiprofessionelle Teams“ - damit greift das Tagungsthema des 47. Seminartags vom 24.09 bis 27.09.2013 am Landesinstitut für Schule in Bremen Herausforderungen für die Lehreraus-, -fort und -weiterbildung auf, die sich durch ganztägige Schulangebote als Reaktion auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und familiäre Veränderungsprozesse ergeben. Die neuen Aufgaben können nicht allein von den Lehrkräften übernommen werden, vielmehr ist eine klare Verteilung und Abgrenzung der Aufgaben notwendig. Lehrkräfte und das weitere pädagogisch tätige Personal (wptP), z.B. Sozial- und Sonderpädagogen, Erzieher oder auch Eltern, müssen konstruktiv zusammenarbeiten und dies erfordert Professionalisierung und klare Rollenzuweisungen. Diese herauszuarbeiten und zu klären, welche Leistungen von anderen Professionen für Erziehung und Bildung übernommen werden können waren Ziele dieser Tagung. Der Bayerische Philologenverband war durch die Sprecherin seiner Seminarlehrervertretung Elke Rudolph, ihren Stellvertretern Georg Münzhuber und Richard Sauerer sowie durch Dr. Thomas Becker und Josef Paintner präsent.

Fünf Impulsvorträge zu den Themen „Was ist eine Ganztagsschule, was ist Ganztagsbildung“ (Prof. Dr. Thomas Coelen), „Interprofessionelle Kollegialität - Entwicklungsaufgabe an Ganztagsschulen und Thema der Lehrerbildung“ (Prof. Dr. Sebastian Idel und Anne Breuer), „Mit der Ganztagsschule zum Wohlbefinden - Einsichten zum schulischen Erfolg durch multiprofessionelle Teams an finnischen Schulen“ (Katrina Räisänen-Sondermann), „Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Ganztagsschule - Kooperation als Allheilmittel der Gegenwart und Zukunft“ (Dr. Ilse Kamski) bildeten das substanzielle Gerüst der Veranstaltung. Podiumsdiskussionen mit Vertretern anderer Professionen für Erziehung und Bildung und Repräsentanten von Wirtschaftsunternehmen, zahlreiche Workshops, Exkursionen und Schulbesuche unterstützten die Tagungsziele. Die Vorträge und Ergebnisse der Workshops werden in der Zeitschrift SEMINAR 1/2014 des BAK umfassend dokumentiert.

Interessant ist zunächst die Definition einer Ganztagsschule: Die deutsche Kultusministerkonferenz (KMK) hat im Oktober 2003 den Begriff „Ganztagsschule“ neu definiert. Danach handelt es sich um Schulen im Primar- oder Sekundarbereich I, die über den vormittäglichen Unterricht hinaus an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot haben, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst. Alle Formen der Ganztagsschule haben gemeinsam, dass an allen Tagen des Ganztagsbetriebs ein Mittagessen bereitgestellt wird und dass die Organisation aller Angebote durch die Schule oder in enger Kooperation mit der Schule erfolgt. Wenn Prof. Coelen nun Bremen (49% aller Bremer Schulen hatten 2012/13 Ganztagsangebote) als „Speerspitze der Entwicklung“ bezeichnet, muss man berücksichtigen, dass die Qualität der Bremer Ganztagsschulen in der Regel nicht mit der Gebundenen Ganztagsschule in Bayern zu vergleichen ist. Fehlende Lehrerplanstellen erfordern einen überproportional hohen Einsatz von sogenanntem „weiteren pädagogisch tätigen Personal“. Dies setzt sich neben Diplom-, Sozial-, Sonderpädagogen und Erziehern auch aus sog. Assistenzkräften (400€ - Jobber ohne spezifische berufliche Qualifikation) zusammen. Zudem finden zahlreiche Veranstaltungen bei außerschulischen Kooperationspartnern statt. Ob so eine „Ganztagsbildung“ im Sinne Prof. Coelens erreicht werden kann, bleibt dahingestellt. Der Einsatz von sog. „Fellows“ (fachlich und persönlich herausragende Absolventinnen und Absolventen aller Studienrichtungen als Lehrer auf Zeit) an Schulen mit sozialen Brennpunkten sorgt zwar vielfach für positiven Widerhall, jedoch muss die Frage nach der gebotenen Professionalität schon gestellt werden.

Hochgelobt werden häufig Struktur und Zusammenarbeit multiprofessioneller Teams an finnischen Regel- und Förderschulen. Katrina Räisänen-Sondermann, Schulleiterin einer Förderschule sowie Leiterin des sonderpädagogischen Ressourcenzentrums im südlichen Teil Finnlands, zeigt deutlich auf, dass die vorzügliche Personal- und Raumausstattung finnischer Gemeinschaftsschulen mit den deutschen „Sparmodellen“ nicht zu vergleichen ist. In Finnland ist der Lehrerberuf hoch angesehen. Die Besten wollen Lehrer werden und alle Akteure an finnischen Schulen genießen eine hochwertige Aus- und Fortbildung. Selbstverständlich gibt es trotz inklusiver Gemeinschaftsschulen noch Sonderschulen, die allerdings in die Regelschulen integriert sind. Prinzipiell erfährt jeder Schüler in einer „Drei-Stufen-Ordnung“ (allgemeine, intensivierte oder sonderpädagogische Förderung) eine individuelle Unterstützung.

Dr. Kamski hält die didaktische Konzeption des fragend-entwickelnden Unterrichts für überholt. Die Zeiten, dass ein Lehrer in einem Raum den gleichen Stoff in der gleichen Zeit an alle Schüler mit dem gleichen Ziel vermittelt, seien vorbei. Dass diese Aussage sehr wohl für manche Bremer Schulen zutreffen könnte, erlebte der Verfasser dieses Artikels beim Besuch einer Bremer Oberschule mit Ganztagsbetrieb und inklusiver Beschulung. Bei zwei Unterrichtshospitationen wurde augenfällig, dass in derart heterogenen Lerngruppen ein lehrerzentrierter Unterricht mit nur einer Lehrkraft in der Tat als unmöglich erscheint. Dennoch konnten die Zweifel des Autors an der Effizienz der erlebten inklusiven Pädagogik nicht ausgeräumt werden. Mit „Kommunikation und Beteiligung als Gelingensbedingungen für die Schulentwicklung“ wirbt die Schule. So ist die Schulkonferenz, die sich zu 50% aus Lehrkräften, Sozialpädagogen und Assistenzkräften und je 25% aus Abgesandten des Eltern- und Schülerbeirates zusammensetzt, das höchste Beschlussgremium, das den Haushalt, das Schul-und Jahresarbeitsprogramm sowie alle Grundsatzfragen beschließt. So wurde beispielsweise für das laufende Schuljahr entschieden, dass Noten erst ab der 9.Jahrgangsstufe vergeben werden.

Die einhellige Meinung der SLV-Vertreter ist, dass die in Bremen aufgezeigten Wege zu einer inklusiven Ganztagsschule nicht mit dem Profil und Anspruch des bayerischen Gymnasiums kompatibel sind. Gleichwohl bleibt unbestritten, dass wir in Bayern noch mehr gute Ganztagsschulen - auch mit so viel Inklusion wie es die Bildungsziele des Gymnasiums erlauben - brauchen. Deshalb sollten auch in der Lehrerbildung Kooperationsformen mit außerschulischen Partnern und die Arbeit in multiprofessionellen Teams thematisiert werden.

Georg Münzhuber



IRRWEGE VON BOLOGNA

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Die gleichnamige Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. (GBW) wurde von den Professoren Dr. Volker Ladenthin (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Dr. Hans Peter Klein (Goethe Universität Frankfurt) und Dr. Ursula Forst (Universität Köln) konzipiert und fand am Samstag, den 13.04.2013, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn statt.

Seit den Beschlüssen von Bologna 1998 hat der danach benannte Bologna-Prozess Einzug in das deutsche Bildungssystem gehalten. Er wurde zum Anlass genommen, das Hochschulsystem nicht nur auf international vergleichbare Abschlüsse umzustellen und die (internationale) Mobilität der Studierenden zu erleichtern, sondern zugleich die größte Studienreform der Nachkriegszeit durchzusetzen. Obwohl mittlerweile die meisten Fachbereiche an den Hochschulen auf das gestufte System des Bachelors und Masters nach anglo-amerikanischem Vorbild umgestellt haben, ist dieser Prozess noch längst nicht abgeschlossen, da es vor allem in den letzten Jahren zu einer grundlegenden Kritik aus nahezu allen Gesellschaftsbereichen sowohl an der Gesamtkonzeption als auch an den Ausführungsbestimmungen im Einzelnen gekommen ist. So werden nach inzwischen mehr als zehn Jahren Bologna-Prozess immer mehr Stimmen laut, die ein generelles Scheitern der Reform anmahnen, da nahezu alle vorgegebenen Ziele bisher nicht erreicht werden konnten.

Die Tagung wollte mit Beiträgen aus verschiedenen Forschungs- und Lehrbereichen die Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen aufklären, nötige Korrekturen anmahnen und Alternativen aufzeigen.

Schon im Rahmen der Begrüßungsreden (Prof. Dr. Ladenthin, Prof. Dr. Krautz) wurde die Kritik am derzeitigen bildungspolitischen Mainstream deutlich artikuliert: Was ist Wissenschaft heute eigentlich noch wert, wo es doch immer mehr Universitäten, immer mehr Studenten und immer mehr Studenten ohne Abitur gibt? Sogenannte „Experten“ ohne wissenschaftlichen Hintergrund prädominieren die Meinungsbildung in den Medien, abgesicherte Aussagen von Wissenschaftlern werden in den immer zahlreicher werdenden Talkshows nicht angemessen gewürdigt. Hochschulen müssen sich zunehmend mehr nach den Forderungen der Politik richten. Die scheinbare Einbeziehung der Betroffenen beschränkt sich auf die Umsetzung der Maßnahmen – nicht bei der Entscheidung darüber! Das erinnert fatal an die Einführung des achtjährigen Gymnasiums in Bayern: Dem Bayerischen Philologenverband blieb nach der überstürzten Einführung des G8 nichts anderes übrig, als bei dessen Ausgestaltung mitzumachen, um noch das Bestmögliche zu erwirken, da er sonst gar keine Einflussmöglichkeiten mehr gehabt hätte.

Im ersten Vortrag „Bologna – Hintergründe, Modelle und Akteure“ zeichnet Dr. Matthias Burchardt ein recht düsteres Bild von der gegenwärtigen Situation an deutschen Hochschulen. Inzwischen gibt es dort überwiegend „Bologna-Natives“, viele Professoren haben resigniert, andere sich arrangiert und manche sogar profitiert. Die Universitäten haben sich verändert: Stand früher die Freiheit der Wissenschaft, die Akademisierung (gesellschaftliche Verantwortung, Persönlichkeitsbildung, wissenschaftliche Erkenntnis) im Fokus, dominiert heute die Ökonomie, die Berufsorientierung (Wirtschaftsfaktor, Kompetenzerwerb, funktionales Wissen). Negative Folgen seien eine minderwertige Qualität des Studiums, ein veränderter Studententypus (Nützlichkeitsdenken, Feilschen um Noten u. a.) und die zunehmende Drittmittelabhängigkeit. Auch hier drängen sich mir zwangsläufig Parallelen zum Gymnasium auf: steigende Abiturientenquote, Kompetenzorientierung statt Bildung, „entrümpelte“ Lehrpläne u. v. a. m.

Im anschließenden Vortrag „Bologna-Reform: Segen oder Fluch für die deutsche Universität?“ kommt Prof. Dr. Bernhard Kempen zu dem Schluss: An der Reform der Reform führt kein Weg vorbei, der Master muss der Regelabschluss sein. Die Fehlentwicklungen sind vor allem in der mangelnden Finanzausstattung begründet. Bologna sei aus finanzpolitischen Gründen missbraucht worden, das Diktat der Ökonomie war übermächtig. Die Reformziele wurden nicht erreicht: hohe Abbrecherquoten insbesondere in den MINT-Fächern, Noten und Quoten verhindern Master-Abschlüsse, ein Bachelor ohne Praxis hat kaum Berufsaussichten, das Mobilitätziel wurde nicht erreicht, es gibt keinen internationalen Anerkennungsmechanismus.

Im letzten Vortrag vor der Mittagspause „Bologna und die Exzellenzinitiative“ stellt Prof. Dr. Michael Hartmann eine zunehmende Spaltung innerhalb der deutschen Hochschullandschaft fest. Der mit dem Bologna-Prozess einhergehende Paradigmenwechsel zum ökonomischen Denken hat zu einer Stärkung der Starken (Hochschulen, Fächer) und zu einer Schwächung der Schwachen geführt. Es bildet sich eine Hierarchie unter den Universitäten aus, die es bislang nur im Ausland zu beobachten gab. Insbesondere die Akquirierung von Drittmitteln führt einerseits zu „Forschungsuniversitäten“, die bevorzugt Master hervorbringen und andererseits zu „Ausbildungsuniversitäten“, die die Massenversorgung mit Bachelors sichern.

„Für einen erneuerten Humanismus in der Hochschulbildung“ trat Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin ein. Er bezeichnet den Bologna-Prozess als eine pragmatische Korrektur der Humboldtschen Reform, sozusagen eine Rolle-rückwärts in das 18.Jahrhundert. Humboldts ging es darum, die Universität und die Wissenschaft von allen „äußeren Zwecken“, wie es zeitgenössisch hieß, unabhängig zu machen. Politische oder kirchlich-religiöse Einflussnahme auf die wissenschaftlichen Inhalte wollte Humboldt um jeden Preis verhindern. Auch die Unterwerfung der Forschung unter das Nutzen- und Profitinteresse der Wirtschaft wollte er nicht akzeptieren. Wissenschaft sollte auf Wahrheitssuche, auf Erkenntnis um ihrer selbst willen abzielen. Auch heute noch sollte nach Nida-Rümelin die Urteilskraft, also die Befähigung, sich selbst ein Urteil bilden zu können, höchstes Ziel einer akademischen Ausbildung sein. In diesem Zusammenhang kritisiert er auch die seiner Meinung nach „verkorkste G8-Umstellung“ in Bayern, die für philosophische Fragestellungen und vertieftes Fachwissen als notwendige Voraussetzung für Urteilsfähigkeit keine Zeit mehr lässt. Die verkürzte Schulzeit führe ehedem zu einer Ausdehnung des Bakkalaureats bis zu vier Jahren.

Der Glanzpunkt des Nachmittags in Bezug auf Inhalt und Unterhaltungswert war aus meiner Sicht - also der eines bayerischen Gymnasial- und Seminarlehrers - der Vortrag von Prof. Hans Peter Klein zum Thema „Bologna, PISA und die Folgen: Chaos in der Lehrerbildung“. Nach der humoristischen Einstiegsfrage „Was soll ein Lehrer mit einem Bachelor, etwa Hilfslehrer oder Hausmeister werden?“, kritisierte er die derzeit chaotische Strukturierung von Lehramtsstudiengängen in ausgewählten Bundesländern, allen voran Nordrhein-Westfalen mit den häufigsten Veränderungen während den letzten 15 Jahren. Seine klare Forderung ist: Alle Lehrkräfte brauchen eine Masterausbildung. Am Beispiel Baden-Württembergs zeigte er den bundesweiten Trend auf, dass der fachwissenschaftliche Anteil des Lehramtsstudiums immer weiter gekürzt wird, hier sogar um 50 %.

Des weiteren missbilligt er das neue Modewort „Individualisierung“. Nach der Hattie-Studie ist die (vom Lehrer ausgeführte) aktive und geführte Instruktion (fragend-entwickelndes Unterrichtsgespräch) sehr viel erfolgreicher als ungeführtes Lernen. Die Individualisierung ist nach dieser Studie ohne Effekt.

Vollkommen unseriös und unzutreffend ist seiner Meinung nach dagegen die Kess-Studie, die Leistungen der Abiturjahrgänge 2005 und 2011 in Hamburg vergleicht und zu dem Ergebnis kommt „Turbo-Abi wirkt positiv auf Leistungen“. Bis heute gibt es noch keine Klarheit über die Verfahrensweise, auf die sich diese Studie begründet.

Zuletzt verurteilt Dr. Klein noch die mit den Bildungsstandards verordnete Kompetenzorientierung. Die Bedeutung der Inhalte wurde zugunsten von Methodenorientierung geschwächt. Bei den Methoden ginge es aber nicht um spezifische Fachmethoden, die zum Verständnis des Fachwissens beitrügen, sondern um übergreifende Bearbeitungsformen vorgegebener Wissensbestände. Unterricht entferne sich immer mehr von soliden Fachkenntnissen. Maßgeblich sei vielmehr die ansprechende multimediale Präsentation vorgegebenen Wissens. Überspitzt formuliert: Schüler/innen wüssten immer weniger, das aber und sich selbst könnten sie immer souveräner präsentieren. Die Entinhaltisierung der Fächer und die Aufgabe fachstrukturierter Vorgaben zugunsten beliebig definierbarer Kompetenzen ist in einer Wissensgesellschaft für den Bildungsstandort Deutschland äußerst fragwürdig.

Georg Münzhuber, stellv. Sprecher der Seminarlehrervertretung im BPV

NEUE SEMINARLEHRERVERTRETUNG GEWÄHLT

Im Dezember traf sich die neue Seminarlehrervertretung für die Wahlperiode 2012/2016 zu ihrer konstituierenden Sitzung. Mit ihrer Sprecherin Elke Rudolph sowie den beiden Stellvertretern Georg Münzhuber und Richard Sauerer wird sich die neue SLV tatkräftig gegen die Aushöhlung des Referendariats von innen durch Verschlechterung der Rahmenbedingungen (Stichworte: Kürzung der Anrechnungsstunden, große Seminare, eigenverantwortlicher Unterricht im 3. Ausbildungsabschnitt, zu hoher Stundeneinsatz im 2. AA) wehren und sich für die Beibehaltung eines qualitativ hochwertigen, schulartspezifischen 24-monatigen Vorbereitungsdienst unter veränderten (hochschul-)politischen Rahmenbedingungen einsetzen. Angesichts der Tatsache, dass eine Aushöhlung des Studiums sowie des Vorbereitungsdiensts auch stets die Grundfeste des Philologenstands untergräbt, bleibt das Engagement der SLV für qualitativ hochwertige schulartspezifische Lehrerbildung in allen drei Phasen ein fundamentales bildungs- und berufspolitisches Kontinuum. Neue Entwicklungen wie der avisierte Staatsvertrag oder die – zuletzt durch die Zuweisung für das zweite Halbjahr- erneut hohe Belastung durch den eigenverantwortlichen Unterricht bedingen dabei aktuelle Handlungsfelder.

Elke Rudolph, Sprecherin der SLV