LehrplanPLUS

Seit Mitte 2015 steht der neue LehrplanPLUS im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung und ruft vermehrt Diskussionen hervor, die sich an seiner grundsätzlichen Kompetenzorientierung entzünden. Die Begriffe „Wissen“ und „Kompetenzen“ werden dabei häufig als gegensätzliche Pole betrachtet, was nach Auffassung des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) der Sache nicht gerecht wird. Noch nie ging es in der gymnasialen Bildung bloß um reines Wissen, immer auch um die Entfaltung der Persönlichkeit und um die Entwicklung von geistigen, sozialen, kulturellen und persönlich-lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten – oder eben: Kompetenzen.

Bereits in seiner 2011 erschienenen Broschüre „Der Lehrplan für das Gymnasium in Bayern“ [6.238 KB] erläuterte der bpv den Bildungsauftrag des Gymnasiums, benannte notwendige Grundlagen eines gymnasialen Lehrplans und legte eine Arbeitsdefinition für einen zukunftsfähigen Kompetenzbegriff vor, der in der Folge auch Eingang in den neuen Lehrplan fand. Welcher Geist nun darin atmet und welche grundsätzlichen Herausforderungen damit verbunden sind, stellt der Leitartikel „Der Geist des neuen LehrplanPLUS“ [79 KB] dar.

In einer breit angelegten Fortbildungsreihe des ISB werden nach den Fachbetreuern im Schuljahr 2016/17 auch alle Kolleginnen und Kollegen über die Veränderungen im Lehrplan informiert, bevor der LehrplanPLUS im Herbst 2017 in Kraft tritt. Der bpv wird mit seinen Fachgruppen diesen Prozess weiterhin über eigene Veranstaltungen kritisch-konstruktiv begleiten.