Eigenverantwortliche Schule

Personalentwicklung, pädagogische Konzepte, Qualitätssicherung – immer mehr Aufgaben sollen Schulen eigenverantwortlich umsetzen. Ob „eigenverantwortliche“, „selbstständige“ oder „autonome Schule“ genannt, immer gilt: Je mehr Eigenständigkeit die einzelne Schule erhält, desto mehr externe Evaluation gibt es. Mittlerweile haben sich alle Bundesländer diesem Reformprozess angeschlossen, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen – Bildung ist schließlich Ländersache.

Eigenverantwortlichere Schulen warum eigentlich?

Für die Ausweitung der eigenverantwortlichen Schule gibt es viele Gründe. Die vier wichtigsten hat der Mannheimer Bildungsforscher Matthias Rürup in einer empirischen Vergleichsstudie zur Schulautonomie (2007) zusammengefasst: Finanzpolitiker sehen die Chance, um Mittel optimiert einzusetzen und gleichzeitig die Produktivität und Qualität in der öffentlichen Verwaltung zu steigern. Bildungspolitiker und -verwalter liebäugeln mit der Verlagerung der Verantwortung vom Staat auf Einzelakteure. Schule als Ort und Teilhabe als Mittel der Demokratieerziehung – diese Chance sehen vor allem Eltern- und Schülervertretungen und Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und Teile der SPD. Die Professionalität der Lehrkräfte stärken, weil sich so Unterricht und Erziehung qualitätsvoll weiterentwickeln lassen – diesen Fokus haben insbesondere Bildungsforscher und pädagogische Berufsverbände wie der Bayerische Philologenverband (bpv).

Eigenverantwortliche Gymnasien in Bayern

In Bayern sind die Gymnasien bereits sehr selbstständig, wesentlich selbstständiger als andere bayerische Schularten oder Gymnasien in anderen Bundesländern. Einen Überblick über die Selbstständigkeit bayerischer Gymnasien finden Sie HIER [26 KB] . Die grundsätzlichen Positionen des bpv zu Eigenverantwortlichen Gymnasien in Bayern finden Sie in unserer Broschüre [6.615 KB] und die weitere Ausgestaltung im Rahmen der Einführung der erweiterten Schuleitung unter Beteiligung des HPR können Sie unter Erweiterte Schulleitung nachlesen.

Quellenangaben und weiterführende Literatur