Besoldung

BESOLDUNG IM REFERENDARIAT

Die Anwärterbezüge der Besoldungsgruppe A13+Z betragen (inklusive Strukturzulage nach Art. 33 Satz 1 BayBesG) ab 01.01.2017 1385,08 EUR. Dazu kommen ggf. Anwärtersonderzuschläge (Familienzuschlag, jährliche Sonderzuwendung, vermögenswirksame Leistungen). Grundlage hierfür sind Art. 75ff. BayBesG. Aktuelle Tabellen sind unter www.lff.bayern.de oder unter www.bayerischer-beamtenbund.de abrufbar.

In der Einsatzschule unterrichtet der Referendar mindestens elf Stunden pro Woche. Darüber hinaus kann das Stundendeputat der Referendare bei Bedarf auf bis zu 17 Stunden pro Woche erhöht werden, was in der Regel der Fall ist. Mit den Anwärterbezügen sind 10 Unterrichtsstunden pro Woche abgedeckt. Jede weitere gehaltene Stunde wird ab 01.01.2017 32,29 EUR vergütet. Die Abrechnung der Stunden geschieht monatsweise und deckt ausschließlich die tatsächlich gehaltenen Stunden ab. Stunden, die z. B. durch Krankheit, Seminartage oder Ferien ausfallen, können nicht abgerechnet werden.

Ausführliche Informationen und die entsprechenden Formulare sind im „Ratgeber für Studienreferendare“ enthalten, der Ende 2017 in neuer Auflage erscheinen wird.


BESOLDUNG VERBEAMTETER LEHRKRÄFTE

Im Anschluss an das Referendariat steigt eine verbeamtete Lehrkraft als Studienrat mit der Besoldungsgruppe A13+Z (auf Stufe 4) ein. Hierbei steht „Z“ für die Strukturzulage (nach Art. 33 Satz 1 BayBesG) ab 01.01.2017 89,06 EUR, welche zu den Grundgehaltssätzen (ab 01.01.2017 4024,25 EUR) hinzu gerechnet werden muss.

Weitere Konstellationen können mit Hilfe des Besoldungsrechners unter www.oeffentlicher-dienst.info/beamte/by/ errechnet werden. 


GEHALT VON ANGESTELLTEN LEHRKRÄFTEN IN BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSEN BEIM FREISTAAT

Lehramtsassessoren erhalten in der Regel eine Vergütung nach dem Tarifvertrag der Länder (an staatlichen Gymnasien: TV-L E13). Der Berufseinstieg erfolgt in Entgeltgruppe E13, Stufe 1, was ab 01.01.2017 einem Grundgehalt von 3.587,71 EUR brutto entspricht. 

Im Rahmen von Tarifverhandlungen wird der Tarifvertrag der Länder gelegentlich angepasst. Die Tarifrunde 2017 führte zu einer Entgelterhöhung von 2,0 Prozent ab dem 01.01.2017 und weiteren 2,35 Prozent ab dem 01.01.2018.

Die jeweils aktuellste Version der Tabelle ist unter www.oeffentlicher-dienst.info/tv-l zu finden.

Genauere Informationen über das Nettogehalt bei Voll- und Teilzeitbeschäftigungen können mit Hilfe des Gehaltsrechners gewonnen werden. 

GEHALT VON LEHRKRÄFTEN AN PRIVATSCHULEN

Eine Lehrkraft an einer Privatschule ist in der Regel im Angestelltenverhältnis beschäftigt. Die Dienstverträge sowie die Gehälter können sich an der Entgeltgruppe E13 TV-L oder an der Besoldungsgruppe A13 orientieren. Die tatsächlichen Bedingungen von Lehrkräften an Privatschulen werden aber im Rahmen eines Vertrags individuell vereinbart (z. B. Aufsicht bei Studierzeiten).

ARBEITSLOSIGKEIT NACH DEM REFERENDARIAT

Erfolgt nach dem Referendariat keine Übernahme in den Staatsdienst und wird auch keine andere hauptberufliche Tätigkeit aufgenommen, kann nach Art. 76 BayBesG eine Weiterzahlung der Bezüge bis zum Ende des Monats, in dem der Vorbereitungsdienst endet (Februar bzw. September), beantragt werden.

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld (Versicherungsleistung nach SGB III) besteht im Übrigen nicht, da der Studienreferendar nicht die Regelanwartschaftszeit von 12 Monaten in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis erfüllt hat. Er hat aber unter Umständen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Grundsicherungsleistung nach SGB II). In diesen Fällen berät das Referat für wirtschaftliche und soziale Fragen des bpv oder die Arbeitsagentur. Aber: Arbeitslose Lehramtsassessoren können im bpv zwei Jahre beitragsfrei Mitglied bleiben – bei gleicher Leistung!


Der „Ratgeber für Berufseinsteiger", den Mitglieder nach Beendigung des Referendariats kostenlos erhalten, bietet darüber hinaus weite ausführliche Informationen zu den Themen Besoldung, Gehalt, Reisekosten und Trennungsgeld sowie praktische Steuertipps.