Supervertrag

Superverträge nehmen eine Art Zwitterstellung zwischen Angestelltenvertrag und Planstelle ein. Sie sind auf zwei Jahre befristet und werden – wenn die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind – automatisch in eine Planstelle umgewandelt. Aufgrund dieser Tatsache sind die Inhaber eines Supervertrags nicht in vollem Umfang sozialversicherungspflichtig.

Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) in der Entgeltgruppe 13, Erfahrungsstufe 1.

Wer einen Supervertrag hat, kann auch vor Ablauf der zwei Jahre bereits in eine Planstelle aufrücken – hierbei bildet das Ministerium eine eigene Liste (ähnlich der Warteliste) und prüft, ob nicht aus demselben Jahrgang ein Kandidat mit schlechterer Examensnote den Supervertragsinhaber „überholt“.

Durch einen Supervertrag kann man
a) einer Dienststelle fest zugewiesen werden, i.d.R. auch über die Laufzeit hinaus.
b) einer Dienststelle als mobile Reserve zugewiesen werden – dann erfolgt nach Ablauf des Vertrages eine Zuweisung an eine neue Dienststelle.

Die Dienstzeit im Angestelltenverhältnis wird auf die Probezeit des Studienrats teilweise angerechnet. Welche Zeiträume – auch aus vorangegangenen Aushilfsverträgen – hier anrechenbar sind, hängt vom Einzelfall ab.