Planstelle

Wer eine Planstelle erhält, wird verbeamtet und hat das Amt eines Studienrates (auf Probe) inne. Dies ist nur möglich, wenn man 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat bzw. das 45. Lebensjahr bei der Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf (Referendariat) noch nicht vollendet hatte und die Planstelle unmittelbar anschließt. Planstellen werden zum Schuljahresbeginn sowie zum Halbjahr vergeben. Die Anzahl der Stellen ist vorgegeben (im Haushalt des Freistaats), die Bewerber werden in der Reihenfolge ihrer Examensnote berücksichtigt. Je nach Notendurchschnitt und Notenverteilung und je nach Anzahl der zu besetzenden Stellen kann eine bestimmte Examensnote in einem Jahr für die Planstelle ausreichen, im nächsten aber nicht mehr. Eine Prognose ist hier kaum möglich, da die Einstellungsschnitte für die einzelnen Fächerkombinationen erheblich schwanken. Die für die Übernahme (in ein Beamtenverhältnis auf Probe) ausgewählten Bewerber erhalten ein schriftliches Angebot, das sie innerhalb von drei Tagen schriftlich (möglichst vorab telefonisch) annehmen (oder ablehnen) müssen. Wird eine Planstelle abgelehnt oder nimmt ein Bewerber eine Planstelle an, lässt sich aber gleichzeitig beurlauben (s.u.), erhält der nächste Bewerber auf der Liste ein Angebot.

Mit der Planstelle wird man einer Schule als Dienstort zugewiesen. Planstellen gibt es nur als Vollzeitstellen, statt eines Arbeitsvertrages wird das Arbeitsverhältnis durch das Beamtenrecht geregelt, insbesondere durch das Bayerische Beamtengesetz (BayBG) und das Leistungslaufbahngesetz (LlbG).

Wenn der Bewerber das Höchstalter (45) für eine Verbeamtung bereits überschritten hat und sonst alle Voraussetzungen erfüllt, oder die beamtenrechtlich erforderliche gesundheitliche Eignung, bei Vorliegen der anderen Voraussetzungen, fehlt, wird er mit einem unbefristeten Angestelltenvertrag nach TV-L beschäftigt.

Detaillierte Informationen zum Beamtenrecht, darunter

  • Der Studienreferendar als Beamter auf Widerruf
  • Der Studienrat im Beamtenverhältnis auf Probe
  • Teilzeit, Beurlaubung, Nebentätigkeit und Dienstbefreiung
  • Verantwortlichkeit und Haftung des Beamten

sind im „Ratgeber für Studienreferendare und Jungphilologen“ abgedruckt.