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37.000 Abiturienten erhalten ihre Zeugnisse

Es ist in Bayern lange Tradition: Am letzten Freitag im Juni werden die Abiturzeugnisse vergeben. Dieses Jahr bekommen in Bayern über 37.000 junge Menschen das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife am Gymnasium ausgehändigt. Der Bayerische Philologenverband (bpv) gratuliert den Abiturienten recht herzlich und dankt den Lehrkräften für die geleistete Arbeit. Dennoch war das diesjährige Abitur alles andere als normal.

Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, erläutert: „Anfang Mai sorgte die Empörung der Schülerinnen und Schüler über das Matheabitur, verstärkt durch moderne Kommunikationsmittel, viele Medien und selbsternannte Experten, für helle Aufregung. Jetzt, da alle Ergebnisse vorliegen, wissen wir: Ja, das Matheabitur war anspruchsvoll, aber eines Abiturs angemessen. Und: der Gesamtschnitt ist einer der besten der letzten zehn Jahre. Kein Grund zur Panik also. Umso mehr ist der Einsatz der Lehrkräfte zu würdigen: Sie haben sicher, zeitnah und professionell alle Prüfungen abgenommen und korrigiert. Dabei mussten diesmal aufgrund der Proteste auch noch Zwischenergebnisse gemeldet werden, was zusätzlichen Aufwand bedeutete.“

Für den bpv, der die Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen vertritt, darf die Kritik am Abitur nicht dazu führen, das Niveau der bayerischen Abiturprüfungen in Frage zu stellen. Gleichwohl gebietet es die Professionalität, die Kritik ernst zu nehmen.

An die Abiturientinnen und Abiturienten gerichtet sagt Schwägerl: „Ihr könnt zu Recht stolz auf das Erreichte sein. Ich gratuliere Euch herzlich zum Abitur. Es eröffnet Euch so manche Tür, bedeutet aber auch Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Ihr habt selbst erfahren, dass öffentlicher Protest Wirkung entfalten kann. Mit diesem Mittel muss man jedoch verantwortungsbewusst umgehen. Mischt Euch also weiterhin ein, bedenkt aber immer auch die Konsequenzen Eures Handelns. Auch das ist ein Anspruch, den die Gesellschaft an Abiturienten und künftige Verantwortungsträger hat.“


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