NEUN JAHRE FÜR DIE MEHRHEIT!

Neun Jahre für die Mehrheit der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten!

Der Bayerische Philologenverband fordert vor dem zweiten Dialogforum zur Weiterentwicklung des Gymnasiums, dass die Vorstellungen der unmittelbar Betroffenen berücksichtigt werden

„Das bayerische Gymnasium der Zukunft muss von einem prinzipiell neunjährigen Bildungsweg bis zur Hochschulreife her konzipiert werden!“, unterstrich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands Max Schmidt heute im Vorfeld des zweiten Dialogforums zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums. „Alles andere wäre Flickschusterei, für die der Bayerische Philologenverband keinesfalls zu haben sein wird! Die Politik ist gefordert, hier endlich klar Farbe zu bekennen, damit tatsächlich auf der Basis einer entsprechenden Grundsatzentscheidung die konkrete Konzeption eines zukunftsorientierten Gymnasiums in Bayern Gestalt annehmen kann. Wir begrüßen die Fortsetzung des Dialogs, brauchen für diesen aber die richtige Richtung, damit er konstruktiv weitergeführt werden kann. Lediglich mit weiteren halbherzigen Flexibilisierungs- und Individualisierungslösungen ohne eine Grundsatzentscheidung für ein G9 wird an den bayerischen Gymnasien keine Ruhe einkehren, weil Schüler und Eltern ja jetzt schon das bestehende Flexijahr nicht annehmen. Die breite Ablehnung der Schulzeitverkürzung in der Bevölkerung und die Einführung des neunjährigen Gymnasiums in Baden-Württemberg und Hessen verbieten auch in Bayern ein „Weiter so“ und schreien geradezu nach einer Verlässlichkeit garantierenden Richtungsentscheidung! Wir wünschen uns dafür eine breite Konsenslösung zwischen Parteien, Verbänden und den unmittelbar Betroffenen für mehr Qualität und Zeit im bayerischen Gymnasium durch ein grundständig neunjähriges Gymnasium mit der Möglichkeit für begabte Schüler, dieses in einem Jahr weniger zu durchlaufen! Mit dem bpv als Vertretung der Gymnasiallehrerschaft und dem Landesschülerrat als offizieller Vertretung der bayerischen Schülerinnen und Schüler haben die unmittelbar Betroffenen ein eindeutiges Votum für diese Lösung abgegeben. Wem das Gymnasium am Herzen liegt und wer zugleich die quälende Dauerdiskussion um die Schulart zu einem guten Ende bringen will, wird kein Modell installieren, das an den Wünschen der direkt Betroffenen vorbeigeht.“


(C) bpv - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken