BPV FÜR AUFGESCHLOSSENHEIT GEGENÜBER G9-MODELLEN

Philologenverband wünscht sich Aufgeschlossenheit gegenüber G9 – Modellen

Zu heute verbreiteten Meldungen, die Staatsregierung sei bereit, in Bayern wieder Gymnasien mit neunjährigen Bildungsgängen zuzulassen, erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt: „Das Angebot von Gymnasien in neunjähriger Form wäre tatsächlich sehr im Sinne vieler Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern. Denn das hat unsere zehnjährige G8-Erfahrung hinlänglich gezeigt: Ein verkürztes Gymnasium macht vielen Schülerinnen und Schülern viel Druck und unnötige Probleme; Probleme, die in einem entzerrten neunjährigen Bildungsgang mit mehr Zeit zum persönlichen Reifen, zum Wiederholen, Festigen und Vertiefen von Inhalten weit weniger ausgeprägt sind. Die politische Entscheidung, im Freistaat wieder ein neunjähriges Gymnasium zuzulassen, wäre daher schülerfreundlich und pädagogisch absolut begrüßenswert.“

Neunjähriges Gymnasium muss "Hand und Fuß" haben

Schmidt bestätigte, dass sein Verband gerade an einem Konzept für ein neunjähriges Gymnasium arbeitet. Man strebe dabei ein zukunftsfähiges Gymnasium an, das auch Antworten auf neue gesellschaftliche Entwicklungen und Erfordernisse wie Inklusion, Migration und das Bedürfnis nach qualitativ guten ganztägigen schulischen Angeboten gebe; gleichzeitig solle es für städtische wie ländliche Gymnasien praktikabel sein. „Die Konzeption eines guten, überzeugenden neunjährigen Gymnasiums, das Hand und Fuß hat, ist anspruchsvoll und kann kein Schnellschuss aus der Hüfte sein. Bis hin zum Raum- und Personalbedarf gilt es vieles zu bedenken und zu planen. Ein Start bereits zum kommenden Schuljahresanfang wäre daher sicherlich verfrüht. Der Bayerische Philologenverband wird in nächster Zeit mit allen Landtagsfraktionen Gespräche über Möglichkeiten und Wege zu einem neuen G9 führen. Im Idealfall ließe sich so die Basis für ein Grundmodell erarbeiten, auf das sich am Ende alle an diesem Prozess Beteiligten einigen können“, beschreibt der bpv-Chef seine Hoffnungen.

Für den Inhalt verantwortlich:
Peter Missy, Pressestelle des bpv, E-Mail: bpv@bpv.de


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