KAMPAGNE "WIR SIND VIELE":

Missbrauchtes Schülerengagement?!


Der Landesschülerrat, die offizielle bayerische Schülervertretung, hat sich in einer Pressemitteilung vom Aufruf der LandesschülerInnenvereinigung zur Kampagne „Wir sind viele“ zu einer Protestaktion während der Unterrichtszeit am heutigen Mittwoch in München distanziert. Diese Kampagne wurde von der Stiftung „Gesellschaft macht Schule“ initiiert, zu deren politischen Zielen die Einführung der Gesamtschule in Bayern gehört.

Die Vertreter des Landessschülerrats kritisieren den Aufruf zur Veranstaltung von „Wir sind viele“ als Aufforderung „zum Schule schwänzen“ und sehen darin den Versuch, Schülerinnen und Schüler (...) „für politisch vorgefertigte Zielsetzungen zu instrumentalisieren.“ So etwas sei „nicht akzeptabel“. Die Kampagne werde als „politisches Öffentlichkeitsspektakel aufgezogen und nicht als wirklicher Versuch, den Schülern eine Stimme zu geben.“ (Die Pressemitteilung des Landesschülerrats finden Sie hier.)

Die Vorwürfe der Landesschülersprecher kann der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt gut nachvollziehen; auch er hat angesichts der heutigen Veranstaltung große Bauchschmerzen: „Bei einer vordergründig jungen Schülerkampagne, die von gut bekannten alten Gesamtschulaktivisten nicht nur heftig unterstützt, sondern überhaupt erst initiiert wurde, liegt der Verdacht der Instrumentalisierung und der Ausnutzung des Idealismus von Kindern und Jugendlichen durch Erwachsene doch sehr nahe - zumal angesichts der nicht zufälligen Terminierung in der heißen Phase des bayerischen Landtagswahlkampfs.“


Für den Inhalt verantwortlich:
Peter Missy, pressestelle@bpv.de




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