SCHÖNE FERIEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) zum Schuljahresende

Am Freitag starten nun auch endlich die bayerischen Schüler und Lehrer in die ersehnten Sommerferien. Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv: „Jetzt ist die wohlverdiente Zeit des Ausspannens gekommen. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte haben sich die Sommerferien verdient und können stolz auf das Erreichte zurückblicken." Mit Blick auf die bevorstehenden Jahreszeugnisse fährt Schwägerl fort: "Die Zeugnisse sind eine gute Rückmeldung. Wir raten Eltern, beim Blick auf das Notenbild ihrer Sprösslinge zunächst immer die positiven Aspekte zu betonen. Und auch wenn die ein oder andere Leistung vielleicht nicht ganz zufriedenstellend ist: Die Freude am Ende des Schuljahres sollte überwiegen. Falls dennoch Nachholbedarf besteht, sollte dieser erst gegen Ende der Ferien und nach einer längeren Zeit der Entspannung angegangen werden.“

Ferien auch zur Entscheidung nutzen

Für manche Schüler und Eltern sind die Ferien auch eine Zeit der Entscheidung. So kann es sein, dass die Versetzung nicht geklappt hat oder das Kind erkennbare Schwierigkeiten hatte und das Klassenziel nur mit größter Mühe erreichen konnte. Die Erfahrung zeigt: Man sollte sich Zeit lassen für eine solch wichtige Weichenstellung. Dem einen hilft das Wiederholen der Jahrgangsstufe, für andere ist eine Nachprüfung das geeignete Instrument und manche sind vielleicht an einer anderen Schulart besser aufgehoben. Schwägerl weiter: „Wir appellieren an die Eltern, diese Entscheidung zusammen mit ihren Kindern zu treffen und auch die vielfältigen Beratungsangebote der Schulen wahrzunehmen. Wichtig ist: Das Kind und seine individuelle Leistungsfähigkeit, aber auch seine Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen, nicht die Schulart oder die Klasse.“

Lehrer haben viel geleistet

Ausdrücklich dankt der Verbandsvorsitzende auch den Lehrkräften: „Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben wieder Hervorragendes geleistet. Durch ihren Einsatz wurde dieses Schuljahr mit dem neuen Lehrplan PLUS faktisch der erste G9-Jahrgang an den Gymnasien in Bayern etabliert. Aber auch das Abitur, vielfältige außerschulische Aktivitäten oder Vertretungen haben die Lehrkräfte stark beansprucht. Wie hoch die Arbeitsbelastung von Gymnasiallehrkräften ist, wird die Auswertung unserer Arbeitszeitstudie zeigen, die gegen Ende des Jahres vorliegt.“