NACH UNTERRICHTSVERBOT FÜR SCHWANGERE

Philologenverband fordert Aufstockung der Personalkapazitäten
 
Angesichts der Influenza-Welle hat das Bayerische Kultusministerium Ende vergangener Woche präventiv und mit sofortiger Wirkung schwangere Lehrerinnen und Verwaltungskräfte bis zum Beginn der Osterferien freigestellt. Der Bayerische Philologenverband (bpv) erachtet diese Entscheidung als absolut sinnvoll; gleichzeitig bestätigt sie jedoch die Forderung des Verbandes nach einer Ausweitung des Personalpuffers an den Gymnasien und Beruflichen Oberschulen.
 
Der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl kommentiert diese Regelung: „Mit dieser Schutzmaßnahme kommt das Kultusministerium seiner Fürsorgepflicht für schwangere Beschäftigte nach. Als Kehrseite der Medaille müssen nun allerdings in der besonders arbeitsintensiven Zeit vor den Osterferien an etlichen Schulen Unterrichtsvertretungen und Mehrarbeit in teils erheblichem Umfang geleistet werden. Mit einer von uns bereits seit Jahren geforderten größeren Lehrerreserve (integriert und mobil) wären die belastenden Auswirkungen solcher Maßnahmen für die Kolleginnen und Kollegen deutlich besser in den Griff zu bekommen. Schließlich gilt die Fürsorgepflicht des Dienstherrn nicht nur einzelnen Personengruppen, sondern für alle Beschäftigte! Als Orte, an denen täglich viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, sind gerade Schulen in unschöner Regelmäßigkeit von Krankheitswellen besonders betroffen. Die beste Lösung kann langfristig nur heißen, für solch einen kurzfristigen Bedarf eine entsprechende Infrastruktur mit Personalreserven bereitzuhalten.“