DAS REFERENDARIAT WIRD FAMILIENFREUNDLICHER!

Endlich: Das Referendariat in Bayern wird familienfreundlicher!

Forderung der rjv wird umgesetzt

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Bereich der Ausbildung zu verbessern, wird die familienpolitische Teilzeit in Bayern ab 2019 auf Antrag auch für Referendarinnen und Referendare ermöglicht, wie das Kultusministerium heute bekanntgab. Damit wird umgesetzt, was die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband (bpv) seit Längerem fordert.

„Das sind sehr erfreuliche Nachrichten zu Beginn der Ferien und das ist ein richtiges und wichtiges Zeichen an alle zukünftigen Referendarinnen und Referendare in Bayern mit Kind und Familie!“, so Angelika Wildgans, Vorsitzende der rjv. „Wir bedanken uns aus­drücklich bei allen Entscheidungsträgern, die die diesbezüglichen Vorschläge der Referendarvertretung ernst genommen und umgesetzt haben“.

Bereits seit Längerem nahm die rjv durch zahlreiche Anfragen und Hilfegesuche einen Handlungsbedarf wahr und begleitete deshalb in den letzten Monaten konstruktiv und auf verschiedenen Ebenen die Entwicklung. Damit ist nun ein weiterer Grundstein der Selbstbestimmung gelungen, der zahlreichen jungen Müttern und Vätern an den baye­rischen Gymnasien eine flexiblere und selbstbestimmtere Lebens- und Berufsgestaltung erlaubt. Dazu Angelika Wildgans: „Wir verstehen dieses Ansinnen als eine öffentlich dokumentierte Wertschätzung der unverzichtbaren Leistung junger Familien für den Fortbestand unserer Gesellschaft. Erziehung von Kindern und Zusammenleben in einer familiären Gemeinschaft sind selbst Lebensschule. Sie gehören zusammen und es ist gut, dass dies gerade auch von staatlicher Seite honoriert und gefördert wird. Es ist überfällig, dass die zusätzlichen Stunden, die Referendare im zweiten Ausbildungs­abschnitt leisten müssen, auf Antrag reduziert werden können. Jetzt kann jeder selbst entscheiden: Gebe ich zusätzliche Stunden bei mehr Entgelt oder leiste ich den für die Ausbildung erforderlichen Dienst ab, um mich mehr um meine Familie kümmern zu können.“