WEITERENTWICKLUNG DES GYMNASIUMS AUF GUTEM WEG

Optimistisch beurteilt der Bayerische Philologenverband (bpv) die Chancen für eine gute, zukunftsfähige Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums. Nach der heutigen Sitzung des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag setzt Verbandschef Michael Schwägerl nun auf eine weitsichtige Entscheidung der Regierungsfraktion im Sinne der Beteiligten: „In den vergangenen Monaten haben sich nicht nur die Vertreter von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitungen unisono für die grundsätzliche Verlängerung der gymnasialen Schulzeit ausgesprochen, auch alle Umfragen bestätigen den ganz großen Wunsch nach einem neunjährigen Gymnasium. Diesem Wunsch nach intensiv und ernsthaft geführten Diskussionen nun zu entsprechen, ist ein Zeichen des Respekts vor den sinnvollen und wohlbegründeten Anliegen der Betroffenen und der Bevölkerung.“

G9 mit Raum für Förderung – auch für besonders Leistungsstarke

Aus Sicht seines Verbandes sollen die mit dem zeitlichen Plus verbundenen Freiräume für die Gymnasien nur so weit eingeschränkt werden, wie es nötig und sinnvoll sei, betont Schwägerl. Mehr Raum als bisher solle zukünftig z.B. dafür bestehen, besonders interessierte, begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu fördern. Im Zuge der Einführung des G9 sieht es Schwägerl als wichtig an, an jeder Schule solche Möglichkeiten zu schaffen: „Das Gymnasium ist die Schulart der vielfältigen Angebote an die Schüler. Die einen belegen nachmittags Wahlkurse, andere nutzen die Möglichkeiten der sog. Überholspur und wieder andere wollen ihr Wissen in bestimmten Fächern über den Lehrplan hinaus vertiefen. Dazu bedarf es nicht nur weniger Leuchtturmprojekte in Bayern. Jedes Gymnasium muss hier Zusatzangebote schaffen können, je nach Interesse der Schülerinnen und Schüler.“ In diesen „Gymnasialakademien“ können dann z.B. Pluskurse in Robotik, Philosophie oder IT stattfinden oder besondere Exkursionen, wie z.B. Theater- und Museumsbesuche oder Exkursionen zu Unternehmen oder politischen Gremien.

bpv freut sich auf die Arbeit am neuen neunjährigen Gymnasium

Abschließend sagte Schwägerl: „Die Politik kann darauf vertrauen, dass bei einer Zusammenführung des im Kultusministerium, im Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) und im bpv versammelten Expertenwissens gute Lösungen in den Detailfragen wie Stundentafeln und Lehrplänen gefunden werden. Auch wenn jetzt noch viel Arbeit vor uns liegt – für den Bayerischen Philologenverband kann ich sagen: Wir freuen uns darauf!“