STELLENANGEBOTE FÜR GYMNASIALLEHRER:

Sondermaßnahmen gut – kontinuierliche Einstellung besser
 
Zufrieden zeigt sich der Bayerische Philologenverband (bpv) mit dem erneuten Angebot des Kultusministeriums, ausgebildete Gymnasiallehrer in sogenannten Sondermaßnahmen für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen zu qualifizieren. Der Vorsitzende des bpv, Michael Schwägerl, meint dazu: „Wir freuen uns, dass arbeitssuchende Gymnasiallehrer durch diese Maßnahmen die Möglichkeit haben, mit einer festen Perspektive im Schuldienst zu arbeiten. Die Lehrkräfte sind bestens ausgebildet und haben nach einem vertieften Studium und dem Referendariat alle Voraussetzungen, um auch an anderen Schularten zu unterrichten.“
 
Nachbesserungen wünschenswert
 
Schwägerl weiter: „Wir unterstützen diese Möglichkeiten ausdrücklich. Dennoch sehen wir aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre noch Verbesserungsmöglichkeiten: So ist es praktisch unmöglich, bei einer Unterrichtsverpflichtung von 27 bzw. 28 Stunden im ersten Jahr noch Hospitationen bei erfahrenen Lehrkräften zu absolvieren. Hier sollte eine Stundenreduzierung ins Auge gefasst werden.“
 
Kontinuierliche Einstellungen erhöhen
 
Auch dieses Jahr erwartet der bpv  im Juli keine guten Einstellungsquoten für das Lehramt am Gymnasium.  „Wir unterstützen alle Maßnahmen, die für unsere hoch motivierten Referendare und Lehramtsabsolventen in den kommenden Jahren unbefristete Anstellungen mit sich bringen. Es darf nicht sein, dass wir 2025 den Planstellenbedarf für das aufwachsende G9-neu nicht decken können, wenn jetzt gut qualifizierte Absolventen mangels Anstellung den Bildungs- und Schulbereich verlassen müssen“, betont der Verbandsvorsitzende.
 
Modell der Sondermaßnahmen besteht seit 2015
 
Im Zuge des gestiegenen Bedarfs an Grund-, Mittel- und Berufsschulen werden seit September 2015 in wechselnden Sondermaßnahmen Gymnasial- und Realschullehrer, die an ihrer Schulart keine Planstelle erhalten haben, auf Wunsch weiterqualifiziert. Diese Maßnahmen umfassen, je nach Vorerfahrung in der gewünschten Schulart, entweder ein oder zwei Schuljahre und sind mit der anschließenden Verbeamtung der Lehrkräfte verbunden. Für das kommende Schuljahr werden Lehrer an Grund- und Mittelschulen gesucht; an den Berufsschulen gibt es keine Sondermaßnahme.