SCHULARTSPEZIFISCHE AUSBILDUNG DER LEHRER

Ausbildung der Lehrer muss schulartspezifisch bleiben!

rjv wehrt sich gegen Pauschalkritik an der Lehrerbildung

Die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) widerspricht den pauschalen Behauptungen des Jungen BLLV, wonach die Lehrerausbildung an den bayerischen Universitäten „veraltet“ und „hinderlich“ sei. Regelmäßige Aktualisierungen der Inhalte sind zwar wichtig, jedoch darf auf keinen Fall übertriebener Reformeifer die guten Strukturen der bayerischen Lehrerausbildung gefährden. „Gerade bei Gymnasiallehrern ist das seit Langem praktizierte vertiefte Fachstudium die Grundlage einer effektiven Wissensvermittlung,“ so Dominik Lörzel, der Vorsitzende der rjv. „Reformüberlegungen müssen stets im Blick behalten, dass die Ausbildung von Lehrern für verschiedene Schularten enorm unterschiedliche Anforderungen mit sich bringt. Pädagogische Erfahrungen werden zum größten Teil im Referendariat erworben, aufbauend auf den wissenschaftlichen Kenntnissen und pädagogischen Grundlagen aus dem Studium. Das Kochen von Einheitsbrei an den Universitäten hilft niemandem!“, so Lörzel.

Master mit dem Ersten Staatsexamen bereits seit Langem Forderung der rjv

Jedem Absolventen eines Studiums für das Lehramt an Gymnasien mit dem ersten Staatsexamen einen Master of Science bzw. Arts zu verleihen ist schon seit Jahren eine der wichtigsten Forderungen der rjv. „Die vertiefte fachwissenschaftliche Ausbildung der Gymnasiallehrer rechtfertigt ohne Zweifel die Verleihung eines solchen Abschlusses“, meint Lörzel. „So ist es den in der Regel hervorragend qualifizierten Absolventinnen und Absolventen möglich, in der momentan sehr schwierigen Stellensituation unkompliziert einen Weg in die freie Wirtschaft einzuschlagen.“

Die rjv vertritt Referendare und junge Gymnasiallehrkräfte in den ersten vier Dienstjahren.
Dominik Lörzel ist seit 2016 Vorsitzender der rjv und uterrichtet Informatik und Wirtschaft/Recht am Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg.
Weitere Informationen:
www.bpv.de/rjv

Fragen beantwortet Herr Lörzel unter 01577/9544567 bzw. rjv@bpv.de