NEUE VERWALTUNGSSOFTWARE GEFÄHRDET ABITUR

Negativen Trend nicht kleinreden - Deutsch und Mathematik stärken

Für den Bayerischen Philologenverband (bpv) sind die Ergebnisse der heute vorgestellten IQB-Bildungsstudie ein klares Signal für Bayern, den bisher verfolgten Kurs der Leistungsorientierung in einem differenzierten Bildungssystem beizubehalten. Gleichzeitig sieht Verbandschef Michael Schwägerl darin aber auch ein Warnzeichen: „Bayern darf sich nicht ausruhen, nur weil andere Länder deutlich schlechter abschneiden. Die Tatsache, dass die in der Studie gemessenen Leistungen gegenüber 2011 abgenommen haben, muss auch in Bayern Anlass zu noch stärkeren Anstrengungen im Schulbereich sein. Schließlich wird der Grundstein für den Schulerfolg in den weiterführenden Schularten in den Grundschulen gelegt.“

Aus Sicht des Verbandes dürfen die deutschlandweit festgestellten Defizite und Herausforderungen in diesem Bereich nicht kleingeredet und mit Lehrermangel, Inklusion oder mit der Zahl an Flüchtlingskindern vorschnell entschuldigt werden. „Sicher haben allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen wie ein geändertes Familien- und Freizeitverhalten an den Ergebnissen ihren Anteil. Die Ergebnisse der IQB-Studie sollten aber auch ein deutlicher Hinweis an die politisch Verantwortlichen in allen Bundesländern sein, die Fächer Deutsch und Mathematik zu stärken und die die angewandten Lehr- und Lernmethoden einer kritischen Überprüfung zu unterziehen." Seit Jahren beobachten Gymnasiallehrer, dass die Kompetenzen und Kenntnisse der Schüler, die neu an diese Schulart kommen, nachlassen. Schwägerl erklärt abschließend: "Wir beobachten z.B. einen Rückgang beim Wortschatz. Nicht mehr alle Fünftklässler verfügen über das Wissen, dass das Wort "Flügel" z.B. mehrere Bedeutungen hat. Zudem ist die in vielen Bundesländern erlaubte Methode des Schreibens nach Gehör aus unserer Sicht kontraproduktiv. Mir konnte noch niemand überzeugend den Mehrwert eines Verfahrens erklären, bei dem zunächst jahrelang bewusst falsche Schreibweisen zugelassen werden, die dann später mühsam und oft genug vergeblich korrigiert werden müssen.“