INKLUSION

bpv fordert Fortbildungen, kompetente Fachkräfte und Barrierefreiheit

Fortbildungen, kompetente Fachkräfte und Barrierefreiheit fordert der Bayerische Philologenverband (bpv) für die Schulen des Freistaats, um die mit der Inklusion gegebenen Herausforderungen zum Wohle aller Schülerinnen und Schüler bewältigen zu können. Der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl betonte am Montag in München: "Inklusion ist und bleibt auch am Gymnasium ein wichtiges Thema. Entscheidend ist, dass sich Inklusion immer am Kindeswohl orientiert und die Diskussion sensibel und ohne ideologische Scheuklappen geführt wird. Das brachiale Vorgehen Nordrhein-Westfalens hat gezeigt, wie man nicht mit dem Thema umgehen darf."

Schwägerl verwies auf die UN-Konvention, die einen umfassenden Blick auf die Inklusion vorgibt, was der bpv begrüßt: Das Kindeswohl hat Vorrang (Art. 7 Abs. 2), die Unterschiedlichkeit der Menschen mit Behinderungen ist zu achten (Art. 3 d), es soll die jeweils bestmögliche schulische und soziale Förderung geben (Art. 24 Abs. 2 e) und die Maßnahmen der Inklusion müssen verhältnismäßig sein (Art. 2 S. 5). Schwägerl sieht aber weiterhin bestehende Schwierigkeiten: "Einerseits bestehen Probleme baulicher Art: Viele Gymnasien sind nicht auf die Herausforderungen der Inklusion vorbereitet, z.B. was die Barrierefreiheit oder auch spezielle Klassenräume für Schwerhörige betrifft. Andererseits brauchen unsere Lehrkräfte noch mehr Unterstützung: Das Fortbildungsangebot muss deutlich ausgebaut werden. Aber das allein genügt nicht. Auch die für die Inklusion bereitgestellten zeitlichen wie personellen Ressourcen in Form von ausgebildeten Fachkräften sind nicht immer ausreichend. Das sind die Rückmeldungen, die wir aus den Schulen bekommen."

Der Bayerische Philologenverband beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Inklusion; bereits 2013 hatte er eine Fachtagung dazu veranstaltet.