INHALTE MÜSSEN ZUR PRÜFUNG PASSEN!

Hohe Durchfallerquoten im Staatsexamen Mathematik

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Michael Schwägerl fordert von den bayerischen Universitäten, aus den hohen Durchfallerquoten in Mathematik beim 1. Staatsexamen für das Lehramt Gymnasium Konsequenzen zu ziehen: „Die Ursachen für die in den letzten Jahren steigenden Zahlen an nicht bestandenen Staatsexamensprüfungen müssen dringend angegangen werden. Die Prüfungsaufgaben werden von Vertretern der Unis erstellt und fallen in deren fachliche Verantwortung. Es kann somit nicht im Sinne der Hochschulen sein, wenn Studierende trotz einer Vielzahl von im Verlauf des Studiums erfolgreich bestandenen Prüfungen beim abschließenden Examen nach neun und mehr Semestern gehäuft scheitern. Ziel muss es u.a. sein, die Studieninhalte noch besser an die Prüfungsanforderungen anzupassen. Es hilft keinem, wenn Prüfungen Inhalte abfragen, die nicht oder zu wenig behandelt wurden. Zudem sollte auch eine Einzelprüfung so gestaltet sein, dass sie das gesamte Notenspektrum ausschöpft, um eine differenzierte Bewertung der Examenskandidaten zu erhalten.“

Schwägerl bezieht sich damit auf Informationen, dass zu den letzten Terminen teilweise über 40 Prozent der Studierenden in Einzelprüfungen die Note 5 und 6 kassiert hatten. Aus den schlechten Ergebnissen in einzelnen Prüfungsteilen resultierten bayernweite Durchfallerquoten von unter 20% (Frühjahr 2017) und 28% (Herbst 2016) für das Staatsexamen Mathematik.

An Fachlichkeit nicht sparen

Die Ergebnisse in Mathematik zeigen Schwägerl: „Die Universitäten müssen sich stärker um die Lehramtsstudierenden kümmern, ohne an den Inhalten des Fachstudiums zu sparen. Ganz im Gegenteil: Gymnasiallehrer sind auch Spezialisten in ihren Fächern – und das muss so bleiben. Das heißt für uns: Nur eine vertiefte fächerspezifische Lehrerausbildung an den Universitäten erhält auch die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums und damit die Studier- und Examensfähigkeit der Mathematikstudenten der Zukunft!“