GYMNASIALLEHRER HELFEN MITTELSCHULE

99 Prozent der Gymnasiallehrer, die an den Zweitqualifizierungsmaßnahmen für das Lehramt an Mittelschulen teilnehmen, durchlaufen die Bewährungsfeststellung erfolgreich. Das ergab eine Anfrage der Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband (bpv) beim Kultusministerium. Diese Lehrkräfte haben damit Anspruch auf eine Planstelle im Mittelschulbereich und werden dort ihren Beitrag dazu leisten können, die Unterrichtsversorgung zu sichern. Dominik Lörzel, Vorsitzender der rjv, ist sehr zufrieden: „Dieses Ergebnis zeigt die große Einsatzbereitschaft, aber auch die hohe pädagogische Kompetenz der Gymnasiallehrkräfte“.
 
Rückmeldungen überwiegend positiv

Sowohl die Schulen als auch die Teilnehmer selbst geben überwiegend positives Feedback. Dennoch müssen aus Sicht der rjv einzelne Punkte auch kritisch betrachtet werden. „Nicht alle Aspekte der Maßnahmen sind in unserem Sinne. Die Unterrichtsverpflichtung der Teilnehmer ist beispielsweise viel zu hoch. Sie müssen von Anfang an das volle Stundendeputat einer Grund- bzw. Mittelschullehrkraft stemmen. Hospitationen und Fortbildungen müssen zusätzlich absolviert werden und kommen so zwangsläufig zu kurz“, kommentiert Lörzel.
 
Grund- und Mittelschule als Dauer- oder Zwischenlösung möglich

In diesem Jahr wurden bereits deutliche Verbesserungen für die Teilnehmer der Maßnahmen erreicht: Wer nach der zweijährigen Maßnahme mindestens drei Jahre an der anderen Schulart unterrichtet, erhält einen Notenbonus von 0,24 Punkten auf seine Examensnote. „So stehen den Lehrkräften mehrere Wege offen: Sie können entweder langfristig an der neuen Schulart bleiben oder dank des Bonus mit höheren Chancen die Rückkehr an das Gymnasium anstreben“, erläutert Lörzel.
 
Sondermaßnahmen werden fortgesetzt


Für das neue Schuljahr 2017/2018 hat das Ministerium neue Sondermaßnahmen für die Grund- und Mittelschule aufgelegt. Weitere Informationen hier.