ENDLICH FERIEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) zum Schuljahresende: Mit Stolz auf das Erreichte in die Zeit der Erholung – Arbeitslosigkeit statt Ferien für viele Nachwuchslehrkräfte

Am Freitag erhalten die bayerischen Schülerinnen und Schüler ihre Jahreszeugnisse. „Jetzt ist für die ganze Schulgemeinschaft die wohlverdiente Zeit des Ausspannens und der Erholung gekommen. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler haben gute Arbeit geleistet. Bei der überwiegenden Anzahl der Gymnasiasten herrscht große Freude, sie haben Leistungen erzielt, auf die sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Eltern stolz sein können“, erklärt Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv).

Ausdrücklich dankt Schwägerl den Lehrkräften: „Für unsere Kolleginnen und Kollegen hielt das vergangene Schuljahr insbesondere durch die Verkürzung der Korrekturfrist der Abiturprüfungen ganz besondere Herausforderungen bereit. Diese haben sie trotz vieler weiterer Verpflichtungen hervorragend gemeistert. Ich hoffe, dass diese spontane Änderung im Zeitplan ein einmaliges Vorkommnis bleibt – verlässliche und planbare Rahmenbedingungen sind das A und O des Lehrerberufs.“

Nachwuchslehrkräfte stehen auf der Straße

Ein großer Wermutstropfen für Schwägerl ist jedoch die prekäre Einstellungssituation in diesem Sommer: „Für viele Nachwuchslehrkräfte, die ihre Abschlussprüfung mit besten Noten bestanden haben, gibt es keine schönen Ferien: Bei nur 300 Neueinstellungen am Gymnasium zum kommenden Schuljahr werden Hunderte von sehr gut ausgebildeten Lehrkräften an unseren bayerischen Gymnasien nicht unterrichten können. Das ist äußerst bitter: zunächst einmal natürlich für die Betroffenen selbst, dann aber auch für die Gymnasien, denen dieser Nachwuchs fehlt. Dazu kommen noch hunderte Lehrkräfte, deren befristeter Angestelltenvertrag über die Ferien nicht weiterläuft, sondern die sich für die Sommerferien arbeitslos melden müssen.“