EIN ERSTER MEILENSTEIN ZUM NEUEN G9

KM

Stundentafel zum neuen bayerischen Gymnasium

Der Bayerische Philologenverband äußert sich zur Vorstellung der G9-Stundentafel

„Die heute vorgestellte Stundentafel ist ein erster wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen G9, aber weitere müssen folgen“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), fest und ergänzt: „Auf dieser Grundlage können die nächsten wichtigen Etappen angegangen werden: die Anpassung der Lehrpläne, die Ausgestaltung der sogenannten Überholspur und die Weiterentwicklung der Oberstufe.“ Gerade in den Jahrgangsstufen 12 und 13 sieht Schwägerl noch viel Gestaltungsspielraum: „In der Neuausrichtung der Oberstufe liegt ein großes Potenzial. Hier muss aus unserer Sicht durch eine Profilbildung den Stärken der einzelnen Schülerinnen und Schüler wieder mehr Raum gegeben werden.“

G9: Stärkung der Qualität

Für den bpv ist wichtig, dass der Fokus im neuen G9 nun auch auf den leistungsstarken, leistungsbereiten und begabten Schülern liegt. Schwägerl betont: „Wir werden uns im Gymnasium natürlich weiterhin um die schwächeren Schüler kümmern, können aber im neuen G9 die stärkeren ebenfalls in den Blick nehmen. Ihre Förderung, beispielsweise durch mehr Wahl- und Zusatzangebote und die Überholspur, ist ein entscheidender Schritt, um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums zu stärken.“

Stundentafel: Konsens und Kompromissbereitschaft notwendig

Während des Ausgestaltungsprozesses kamen wichtige Impulse vor allem vom Bildungsbeirat des Philologenverbandes - einem Expertengremium, in dem Kolleginnen und Kollegen aller gymnasialen Fächer vertreten sind. Schwägerl räumt ein: „Aufgrund der sehr starken Rahmensetzung der Politik für die Ausgestaltung der Stundentafel war der Spielraum für Modifikationen begrenzt. Erwartungsgemäß können mit dem heute vorgestellten Modell nicht alle Wünsche erfüllt und nicht alle Fächer gleichermaßen bedient werden. Wichtig ist aber, dass die ganze gymnasiale Schulfamilie eingebunden war und ist. Nur durch einen breiten Konsens und den Blick für das Ganze kann das neue G9 ein Erfolgsmodell werden.“