LEHRERBELASTUNG DURCH NEUEINSTELLUNGEN BEKÄMPFEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) fordert angesichts der hohen Anzahl an Lehrkräften, die vorzeitig in den Ruhestand gehen, Entlastungen durch Neueinstellungen

Ein Viertel der Lehrkräfte in Bayern geht auf Antrag vorzeitig in Pension und ein Sechstel wird wegen Dienstunfähigkeit pensioniert. „Diese Zahlen zeigen deutlich die hohen Belastungen, denen Lehrkräfte ausgesetzt sind!“, erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt zu den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik zu den Pensionsempfängern und fordert: „Lehrerinnen und Lehrer müssen entlastet werden. Durch neue Aufgaben und eine sich verändernde Schülerschaft ist der berufliche Stress in den vergangenen Jahren gewachsen. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind beispielsweise verhaltensauffällig und haben besonderen Förderbedarf. Dies belegt der immense Anstieg der Zahl der Schülerinnen und Schüler an Förderzentren mit sozial-emotionalem Förderbedarf. Im Schuljahr 2009/2010 besuchten noch reichlich 1000 ein solches Förderzentrum, 2013/14 waren es schon 1800. Schülerinnen und Schüler heute brauchen an allen Schularten mehr Aufmerksamkeit, Hinwendung und Förderung durch Lehrkräfte als früher. Auch Inklusion und der Anstieg an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund tragen dazu bei. Angesichts dieser Herausforderungen fühlen sich viele Lehrkräfte mit zu großen Klassen und zu geringen Fördermöglichkeiten allein gelassen. Abhilfe können hier nur Neueinstellungen schaffen, die dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf bestmöglich unterstützt und die Lehrkräfte entlastet werden, damit sie im Beruf gesund bleiben!“