ENDLICH FERIEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) zum Schuljahresende: Mit Stolz auf das Erreichte in die Zeit der Erholung – Arbeitslosigkeit statt Ferien für viele Nachwuchslehrkräfte

Morgen erhalten die bayerischen Schülerinnen und Schüler ihre Jahreszeugnisse. Bei der überwiegenden Zahl der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten herrscht ausgelassene Freude. Mit Recht, sie können in der Regel auf ein erfolgreiches Schuljahr zurückblicken. Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt erklärt: „Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler haben gute Arbeit geleistet, die Erholung in den Sommerferien ist wohlverdient! In den allermeisten Fällen hat sich die Anstrengung gelohnt, einige Schülerinnen und Schüler werden aber die Ferien nutzen müssen, um Lücken zu schließen und nächstes Jahr erfolgreicher sein zu können. Manche haben die Chance, mit einer Nachprüfung das Jahr doch noch zu bestehen, andere können auf Probe vorrücken oder erhalten durch ein Wiederholungsjahr eine Chance. Eltern und Schülerinnen und Schüler sollten die vielfältigen Beratungsangebote nutzen.“

Nachwuchslehrkräfte stehen auf der Straße

Ein großer Wermutstropfen für Schmidt ist jedoch die prekäre Einstellungssituation in diesem Sommer: „Für viele Nachwuchslehrkräfte, die ihre Abschlussprüfung mit besten Noten bestanden haben, gibt es keine schönen Ferien: Bei nur 350 Neueinstellungen zum kommenden Schuljahr werden Hunderte von sehr gut ausgebildeten Lehrkräften an unseren bayerischen Gymnasien nicht unterrichten können, obwohl sie dringend gebraucht werden. Das ist äußerst bitter: zunächst einmal natürlich für die Betroffenen selbst, dann aber auch für die Gymnasien, denen dieser Nachwuchs verlorengeht! Angesichts des großen Zustroms von Flüchtlingen und Asylbewerbern im schulpflichtigen Alter, von denen bestimmt viele bei entsprechenden Deutschkenntnissen auch erfolgreich ein Gymnasium besuchen könnten, brauchen wir die vom Bayerischen Philologenverband seit Anfang des Jahres vorgeschlagene und kürzlich von allen Lehrerverbänden geforderte ´Task Force Flüchtlinge`, bei der entsprechend geschultes Personal schnell und unkompliziert eingesetzt wird. Mit den jetzt fertig werdenden Referendarinnen und Referendaren und den Bewerberinnen und Bewerbern der Warteliste stehen für unsere Schulart mehr als genügend sehr gut ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung. Für sie müssen entsprechend geeignete Angebote zur Nachqualifikation im Bereich ‚Deutsch als Zweitsprache‘ bereitgestellt werden, damit die jungen Menschen, die in unser Land kommen, bestmöglich gefördert werden!“