DEN WEG FÜR BEGABUNGEN WIRKLICH FREI MACHEN!

Der Bayerische Philologenverband begrüßt die Initiative der Kultusministerkonferenz, eine Förderstrategie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und fordert, diese auch mit entsprechenden Ressourcen auszustatten.


Auf der heute und morgen in Berlin tagenden Kultusministerkonferenz steht u. a. das Thema „Förderstrategie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler“ im Mittelpunkt der Beratungen. Hierzu erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt: „Eine solche Strategie wird schon seit langer Zeit gebraucht und wir begrüßen daher ausdrücklich die jetzt startende Initiative! Begabte Schülerinnen und Schüler müssen die Förderangebote bekommen, die sie verdienen. Der Blick darf nicht immer in erster Linie – und gerade an den Gymnasien nicht – auf die Leistungsschwächeren gerichtet werden. Begabungen müssen am Gymnasium etwa durch Plus-Kurse, die Begleitung von Wettbewerben wie beispielsweise der Internationalen JuniorScienceOlympiade oder dem Landeswettbewerb Alte Sprachen, oder durch zusätzliche musische, sportliche und künstlerische Aktivitäten gezielt gefördert werden. Dafür ist es erforderlich, dass die entsprechenden Stundenkontingente an den Schulen auch wirklich zur Verfügung stehen. Individuelle Betreuung durch Lehrkräfte muss dabei als wichtiges Instrument mit Zeit ausgestattet werden. Die Gymnasien brauchen die entsprechenden Ressourcen, um attraktive Angebote machen zu können!“

Schmidt erläuterte, dass es in Bayern zwar bereits eine ganze Reihe sehr guter Maßnahmen gibt, diese aber nicht an jeder Schule in gleichem Maße zur Verfügung stehen bzw. schulübergreifend arbeiten: „Begabtenförderung muss an jedem einzelnen Gymnasium ihren festen Platz haben und koordiniert werden. An jedem Gymnasium ist eine Lehrkraft erforderlich, die dort – ausgestattet mit der entsprechenden Zeit – als Mentor für besonders begabte Schülerinnen und Schüler fungiert, denn besondere Talente müssen erkannt, beraten und auf für sie passende Angebote aufmerksam gemacht werden. So können diese Schülerinnen und Schüler dann besonders gefördert werden!“