BEDINGUNGEN IM LEHRAMTSSTUDIUM VERBESSERN!

Viele Forderungen der Initiative Bayerischer Lehramtsstudierender decken sich mit Vorschlägen des Bayerischen Philologenverbands (bpv)

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt stellt viele Übereinstimmungen zwischen den Positionen seines Verbandes und den heute in einem Offenen Brief an das Bildungsministerium vorgetragenen Forderungen der Initiative Bayerischer Lehramtsstudierender fest und erklärt: „Vieles, was die Studierenden zur Verbesserung des Lehramtsstudiums anbringen, entspricht unseren Vorschlägen, die wir immer wieder in unseren Gesprächen mit den Lehrerbildungszentren, den Universitätsleitungen und auch im Bildungsministerium vorbringen. Insbesondere ist es unser gemeinsames Anliegen, dass die Universitäten das Lehramtsstudium als wichtigen Studiengang in ihren Fakultäten gewichten, nicht nur, weil damit auch Stellen an den Universitäten verbunden sind. Wir wollen gemeinsam, dass die Lehramtsstudierenden bestmöglich auf die vielfältigen Herausforderungen des Lehrerberufs vorbereitet werden!“

Vertiefte Fachlichkeit Kennzeichen des gymnasialen Lehramtsstudiums

Für das gymnasiale Lehramtsstudium ist die vertiefte Fachlichkeit aus Sicht des bpv kennzeichnendes Merkmal. „Dass im Studium hier in allen Fächern viel weitergehende Inhalte vermittelt und schließlich auch abgeprüft werden, als sie im gymnasialen Lehrplan vorkommen, ist unbedingt notwendig, um die fachlichen Denkweisen zu verinnerlichen und eine uneingeschränkte fachliche Souveränität zu bekommen,“ erklärt Schmidt und fügt hinzu: „Kennzeichnend für das Gymnasium ist es ja, dass die Kinder und Jugendlichen im Unterricht von pädagogisch ausgebildeten Fachleuten unterrichtet werden. Eine (weitere) Kürzung der Fachlichkeit im universitären Lehramtsstudium würde dieses aushöhlen!“

Vorbereitung für neue Herausforderungen

Weiter erläutert der Vorsitzende: „Selbstverständlich ist es – wie von den Studierenden gefordert – notwendig, in der Lehrerbildung auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Wir sehen diese hier ganzheitlich mit ihren drei Phasen Universität, zweijährigem Referendariat und schließlich der Tätigkeit im Lehrerberuf, in der ständig begleitende und passende Fortbildungsmöglichkeiten angeboten sein müssen. Manche vertiefenden Inhalte, z.B. zur Inklusion, finden wir im Referendariat gut aufgehoben, insbesondere aber dann konkret an den jeweiligen Schulen, wenn Schüler mit Inklusionsbedürfnissen aufgenommen werden. Eine zu starke Betonung der zusätzlichen Berufsanforderungen im Universitätsstudium würde zu Lasten anderer wichtiger Inhalte gehen.“

Praxisbezug stärken

Den Wunsch der Studierenden nach stärkerem und besserem Praxisbezug unterstützt der bpv durch die Forderung nach qualitätvollen und gut begleiteten Praktika. Hierzu führt bpv-Chef Schmidt aus: „Unserer Meinung nach ist das studienbegleitende fachdidaktische Praktikum aufgrund der Begleitung durch Lehrer und Universität hierfür am besten geeignet. Es wäre wünschenswert, ein solches Praktikum in beiden Fächern zu absolvieren!“