WEIHNACHTEN MIT FASCHING VERWECHSELT?

G10-Vorschlag des BLLV-Präsidenten: Weihnachten mit Fasching verwechselt?

„Ich habe den Eindruck, der BLLV-Präsident verwechselt die Weihnachts- mit der Faschingszeit. Anders kann ich mir den närrischen Vorschlag eines zehnjährigen Gymnasiums kaum erklären“, kommentiert der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt diese neueste Forderung. Einmal mehr dränge sich der Eindruck auf, der BLLV-Chef benutze das Gymnasium allein zur eigenen medialen Inszenierung und Selbstdarstellung.

Dass ihm als Vorsitzenden eines Volksschullehrerverbandes Inhalte und Strukturen des Gymnasiums dabei eher fremd sind, sehe man auch daran, dass sich Herr Wenzel in der Vergangenheit erst für die Verkürzung des Gymnasiums ausgesprochen hat, vorgestern dann in einer Presseerklärung die Dauer des Gymnasiums für nebensächlich erklärte und sich heute plötzlich für dessen Verlängerung auf zehn Jahre ausspricht. „Wie kann man jemanden, der so schnell Positionen wechselt, auf der bildungspolitischen Bühne überhaupt noch ernst nehmen?“, fragt sich der bpv-Vorsitzende.

Abschließend bekräftigte Schmidt, der Bayerische Philologenverband werde als der Verband, der mit 25 000 Mitgliedern die übergroße Mehrzahl der Gymnasiallehrkräfte vertrete, ein innovatives, modernes und realisierbares Konzept für ein neunjähriges Gymnasium entwickeln, das auch Errungenschaften des achtjährigen Gymnasiums wie Ganztagsbetreuung und Intensivierungsstunden aufnehmen werde. Hauruckverfahren und Schnellschüsse lehne man entschieden ab.

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Peter Missy, bpv@bpv.de