VIELEN GYMNASIASTEN TUN NEUN JAHRE GUT

Individuelle Lernzeit guter Ansatz

Philologenverband zum heutigen Pressegespräch von Kultusminister Dr. Spaenle im PresseClub München

Der Bayerische Philologenverband (bpv) unterstützt das Anliegen von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, jedem Schüler in Bayern genügend Lernzeit und schulische Unterstützung auf dem Weg zu seinem angestrebten Bildungsabschluss zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund befürwortet die Vertretung der bayerischen Gymnasiallehrkräfte auch die Planungen für ein sogenanntes ‚Flexibilisierungsjahr’ am Gymnasium. Das ‚Flexibilisierungsjahr’ soll es Schülern ermöglichen, den Weg zum Abitur ohne zwangsweises Wiederholen und mit einem schulischen Unterstützungskonzept in neun Jahren absolvieren zu können. „Die Erfahrungen der letzten neun Jahre mit dem verkürzten Gymnasium haben gezeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler das Ziel einer qualitätsvollen allgemeinen Hochschulreife in neun Jahren besser als in acht Jahren erreichen. Für diese Gymnasiasten ist das Modell genau das Richtige!“

Gleichzeitig mahnte Schmidt aber an, dass die Umsetzung noch weiterer Ressourcen und einer besseren organisatorischen Ausgestaltung bedarf, die für die Zielgruppe attraktiv ist: „Wenn die Annahme eines solchen Angebots für die Schülerinnen und Schüler beispielsweise zu einem Stundenplan mit vielen Zwischenstunden am Vormittag und zusätzlichem Nachmittagsunterricht führt, ist das für Jugendliche kaum interessant. Eine attraktive organisatorische Umsetzung lässt sich aber nur mit den entsprechenden personellen Ressourcen machen!“