PHILOLOGENVERBAND ZUFRIEDEN - MIT EINSCHRÄNKUNG!

Spaenles Pressekonferenz zum Anfang des Schuljahres 2013/2014

Philologenverband zufrieden – mit kleinen Einschränkungen!
„Insgesamt sind wir zufrieden, an einzelnen Stellen sehen wir aber noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten“, stellt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt nach der heutigen Pressekonferenz von Kultusminister Dr. Spaenles fest und fügt hinzu: „Wir Gymnasiallehrer fühlen uns gut vorbereitet auf den Start ins neue Schuljahr, die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien ist sichergestellt – auch wenn wir uns im Bereich der MINT-Fächer mehr Lehrer wünschen, um beispielsweise fachfremden Mathematikunterricht in der Unterstufe vermeiden zu können. Und mit dem Flexibilisierungsjahr haben wir ein neues Instrument bekommen, um Schülerinnen und Schüler noch individueller fördern zu können, indem sie die Möglichkeit erhalten, mehr Zeit auf dem Weg zum Abitur in Anspruch zu nehmen.“ Auch der weitere Ausbau der Ganztagesangebote ist aus Sicht des bpv richtig. „Um Elternnachfrage und schulische Angebote aber noch genauer zur Deckung bringen zu können, bräuchten wir eine regional differenzierende Bedarfsanalyse,“ fordert Schmidt.

Personalangebot in den nächsten Jahren nutzen, um Lernen weiter zu individualisieren
„Der vom Kultusministerium konsequent eingeschlagene Weg individueller Förderung und individueller Lernzeit ist ein guter Ansatz,“ erklärt Schmidt und erläutert: „Zum neuen Schuljahr beginnen circa 1300 Referendare ihre Ausbildung an Seminarschulen in Bayern. Damit bleibt die Zahl der Lehrkräfte, die wir ausbilden, anhaltend hoch. Wir haben somit in der nächsten Legislaturperiode sehr viele sehr gut ausgebildete Nachwuchslehrkräfte für weitere Verbesserungen zur Verfügung. Mit ihnen kann die individuelle Förderung weiter ausgebaut werden: Wir müssen beispielsweise gezielt Instrumente der Sprachförderung für Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte oder aus bildungsfernen Elternhäusern entwickeln, Ganztagesangebote mit qualifiziertem Personal weiter ausbauen und flächendeckend Förderkonzepte für besonders Begabte anbieten.“