NUR 40% NEUEINSTELLUNGEN ZUM HALBJAHR

Dienstantritt für weniger als die Hälfte, unsichere Zukunft für die Mehrheit

300 Nachwuchslehrkräfte beginnen heute an den bayerischen Gymnasien

Zu Beginn des 2. Schulhalbjahrs treten heute 300 Nachwuchslehrkräfte ihren Dienst an den bayerischen Gymnasien an, 450 Lehrkräfte müssen sich beruflich umorientieren. Dies entspricht einer Einstellungsquote von ca. 40 %. Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Gymnasium die einzige Schulart mit Einstellungen zum Februar ist: „Die beiden Einstellungstermine im Schuljahr schaffen für unsere Schulen Flexibilität bei der Abdeckung der Unterrichtsversorgung. Das ist gut und muss unbedingt so erhalten bleiben. Wir brauchen weiterhin das Referendariat in seiner jetzigen Form!“ Für die Zukunft forderte Schmidt mehr Einstellungen: „Angesichts der Aufgabenausweitungen an den Schulen brauchen wir mehr Einstellungen. Zukunftsprojekte wie Ganztagsangebote, Inklusion und Eigenverantwortliche Schule lassen sich nur mit mehr Lehrkräften machen! Dafür brauchen wir zusätzliche Stellen!“

Die fächerspezifische Einstellungssituation stellt sich sehr unterschiedlich dar. Während bei Kombinationen mit Mathematik und Physik nahezu Volleinstellung herrscht, besteht bei Kombinationen mit den Leitfächern Deutsch oder Englisch geringer Bedarf. So haben beispielsweise von 103 Bewerbern mit der Fächerkombination Deutsch/ Geschichte nur 16 eine Anstellung gefunden. Positiv bewertete Schmidt hier die fortgesetzte Praxis eines Einstellungskorridors für die besten Bewerber durch das Kultusministerium: „So wird gewährleistet, dass zumindest die am besten Qualifizierten auch in Fächern ohne Einstellungsbedarf eine Chance bekommen und den Schulen nicht verloren gehen. Diese sehr guten Nachwuchslehrerinnen und –lehrer werden in Zukunft an den Gymnasien dringend gebraucht werden!“

Die genauen Einstellungszahlen sind nachzulesen unter: www.bpv.de/politik/zahlen--fakten/