EIN GUTES PROGRAMM FÜR DIE BILDUNG IN BAYERN

Der Bayerische Philologenverband (bpv) zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Horst Seehofer

Ein gutes Programm für die Bildung in Bayern – mit den notwendigen Ressourcen!

Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt anlässlich der heutigen Regierungserklärung von Ministerpräsident Horst Seehofer: „Das Programm der Regierung ist gut für die Bildung in Bayern. Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen und so eine erfolgreiche Umsetzung zu ermöglichen. Der Bayerische Philologenverband wird diese konstruktiv begleiten; dass die Persönlichkeitsentwicklung für den Ministerpräsidenten im Zentrum aller Bildungsziele steht, schafft hierfür eine solide gemeinsame Basis, auf der wir unsere Ideen und Forderungen einbringen.“

Die Garantie, es werde in den nächsten Jahren keine neuen Schulreformen geben, lobte Schmidt: „Unsere Lehrkräfte freuen sich, dass so in Ruhe an den Schulen gearbeitet werden kann! Gleichwohl muss aber der mit der Individuellen Lernzeit eingeschlagene Weg konsequent weitergegangen werden. Es gibt einfach zu viele Schülerinnen und Schüler, die das Ziel der Hochschulreife besser mit mehr Zeit erreichen!“

Vor dem Hintergrund der vom Ministerpräsident in den Mittelpunkt gerückten zunehmenden Internationalisierung sieht der Vorsitzende die bayerischen Gymnasien gut aufgestellt: „Dies trifft genau auf einen der Kernbereiche der Arbeit an unseren Schulen. Unsere Schulart ist geradezu prädestiniert für Völkerverständigung und internationale Kontakte. Das Erlernen mehrerer Fremdsprachen und die damit verbundenen zahlreichen Austauschmaßnahmen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern in hohem Maße den Erwerb interkultureller Kompetenz. Ein derartiges international orientiertes Schulprofil begrüßen wir. Gleichzeitig aber darf man die unbefriedigende Situation beim Schüleraustausch hinsichtlich dessen Finanzierung nicht vergessen. Die momentane Situation mit den zur Verfügung stehenden Reisekosten ist einfach unbefriedigend.“

Im Hinblick auf die gegebene Ganztagsgarantie, dass bis 2018 für jede Schülerin und jeden Schüler bis 14 Jahre ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot zur Verfügung stehen soll, forderte der bpv-Chef: „Das ist prinzipiell die richtige Richtung, aber auf die Qualität der Angebote kommt es an! Wir werden in den nächsten Jahren sehr viele sehr gut ausgebildete Nachwuchslehrkräfte am Gymnasium zur Verfügung haben. Ganztagesangebote können so mit qualifiziertem Personal weiter ausgebaut werden, echte individuelle Förderung wird so möglich, beispielsweise im Bereich der Sprachförderung für Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte oder aus bildungsfernen Elternhäusern.“

Schmidt fügte hinzu: „Wir brauchen auch Förderkonzepte für besonders Begabte – und zwar flächendeckend! Diese müssen Schülerinnen und Schüler an den Übergängen von anderen Schularten zum Gymnasium genauso erfassen wie am Übergang von diesem zur Universität. Dies leistet einen wichtigen Beitrag für die Zukunftssicherung unseres Landes, insbesondere im MINT-Bereich! Genauso wie beim Ausbau der Ganztagsangebote brauchen wir hierfür aber zusätzliches Personal; dieses darf nämlich nicht an anderer Stelle abgezogen werden, wo es dann fehlt!“

Dass Seehofer die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung betonte, fand ebenfalls die Zustimmung des bpv. Schmidt wies hierbei darauf hin, dass dazu die Stärkung aller Schularten mit ihren jeweils spezifischen Angeboten im differenzierten Schulwesen unabdingbar ist.

Schließlich befürwortete Schmidt auch die Ankündigung, die rund 6100 Schulen an ein zentrales digitales Bildungsnetz anzubinden, stellte aber klar, dass dies großer Anstrengungsleistungen bedürfe: „Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn die Schulen entsprechend ausgestattet werden: mit Hardware und mit Personal, auch technischem! Erst dann können die Lehrkräfte effektiv an didaktischen Lösungen für das digitale Zeitalter arbeiten!“

Dass der Ministerpräsident nicht zuletzt darauf verwies, dass das in seiner ersten Regierungserklärung 2008 angekündigte Wertebündnis Bayern zu einem echten Erfolgsmodell geworden sei, erfüllt den Bayerischen Philologenverband mit Freude und Stolz. Er ist Mitglied im Wertebündnis und hat sich in dieses durch die bayernweite Ringvorlesung VerANTWORTung leben maßgeblich eingebracht. „Dies werden wir auch in den kommenden fünf Jahren tun!“, schloss Schmidt.