WISSENSCHAFTSMINISTERIUM BLOCKT

DOPPELTER ABITURIENTENJAHRGANG:
WISSENSCHAFTSMINISTERIUM BLOCKT SCHÜLERBEFRAGUNG IMMER NOCH AB - BPV ERNEUERT FORDERUNG NACH UMFRAGE ZU STUDIENABSICHTEN

Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch soll seine ablehnende Haltung gegenüber einer Umfrage hinsichtlich der Studienwünsche des doppelten Abiturientenjahrgangs aufgeben. Dies fordert der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt. Der Chef des Verbandes für die Lehrerschaft an Bayerns Gymnasien und Beruflichen Oberschulen findet den Verweis auf den erforderlichen bürokratischen Aufwand als Ablehnungsgrund nicht überzeugend: „Die Verunsicherung unter Schülern wie Eltern ist groß. Als Kollegstufenbetreuer stellen mir meine Schüler regelmäßig die bange Frage: Bekomme ich 2011 angesichts des Ansturms auf die Hochschulen auch den erhofften Studienplatz? Bereits die jetzigen Abiturienten treibt diese Sorge um: Auch sie können nach Wehr- oder Zivildienst ja erst im nächsten Jahr zusammen mit dem doppelten Abiturientenjahrgang ihr Studium beginnen.“

Schülerumfrage erhöht Planungssicherheit für Politik und Hochschulen

Der Minister hat zwar in dieser Woche jedem Bewerber einen Studienplatz zugesichert und sieht die Hochschulen auf den erwarteten Bewerberansturm gut vorbereitet. Dennoch ist es nach Ansicht des Philologenverbandes notwendig, über eine Umfrage die direkt Betroffenen aktiv in die Planungen einzubeziehen: Die Ermittlung der tatsächlichen Studienabsichten hilft, etwaige Defizite und Unschärfen in den Planungen der Politik und der Hochschulen noch rechtzeitig zu entdecken und zu korrigieren. „Was ist schon der Aufwand für eine Umfrage verglichen mit dem möglichen Verlust an Lebenszeit und Ärger für unsere jungen Leute, sollte sich herausstellen, dass die Planungen an den tatsächlichen Studienwünschen vorbeigehen. – Der verständliche Ärger ginge dann sicher nicht an den politisch Verantwortlichen vorüber“, gibt Schmidt zu bedenken.