"WENIG AHNUNG VOM GYMNASIUM!"

BPV-VORSITZENDER SCHMIDT KRITISIERT BLLV-AUSSAGEN ÜBER DAS GYMNASIUM ALS WIDERSPRÜCHLICH UND VON WENIG SACHKENNTNIS GEPRÄG

„Je öfter sich der BLLV-Präsident Klaus Wenzel zum Gymnasium äußert, desto offenkundiger werden die fehlende Sachkenntnis und die Widersprüchlichkeit der Aussagen!“ Mit diesen Worten kommentierte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt die gestrige Pressekonferenz des BLLV und heutige Zeitungsmeldungen.
Wörtlich fuhr er fort: „Man reibt sich die Augen. Vor zwei Wochen noch kritisiert der BLLV-Vorsit­zende die angeblich hoffnungslose Benachteiligung der G-8-Oberstufen-Schüler und gestern beklagt er, dass per geheimer Anweisung des Kultusministerium die Gymnasialdirektoren G-8-Oberstufenschüler bevorzugen sollen. Bis letzte Woche wirbt der BLLV-Präsident in vielen Statements für eine Gemeinschaftsschule in Bayern bis Klasse 9 oder 10 und gestern legt er ein Konzept für ein Gymnasium ab Klasse 5 vor, das im Übrigen weder neu noch überzeugend ist.“

Das komme heraus, wenn sich ein Verband ständig zum Gymnasium äußere, der kaum über Verbandsmitglieder im aktiven Gymnasialdienst verfüge, merkte Schmidt an. Er wies überdies darauf hin, dass niemand Kenntnis von geheimen Anweisungen habe,- die Noten würden im Übrigen von den Lehrern und nicht vom Direktor erteilt.

Verwendung falscher Zahlen
Ärgerlich sei es allerdings, so Schmidt, wenn mit falschen Zahlen gearbeitet werde. Der Verbands­chef stellte abschließend richtig: „Wenn hinsichtlich der Erfolgschancen am Gymnasium Absolventenzahlen von vor 6 Jahren mit Übertrittszahlen von heute verglichen werden, ist dies mit Unkenntnis nicht zu rechtfertigen, da steckt eher eine böse Absicht dahinter. Heute hat das Gymnasium in Bayern im Vergleich zu Hauptschule und Realschule die geringsten Wiederholerquoten. Unter Berücksichtigung der aktuellen Abbrecher- und Sitzenbleiberzahlen nähert sich die Erfolgsquote der Marke von 80 Prozent, das ist angesichts der Tatsache, dass ein Teil der Schüler das Gymnasium bewusst mit der Mittleren Reife verlässt, eine tolle Quote!“