NICHT AN BILDUNG SPAREN!

Schüler und Lehrer brauchen Verlässlichkeit

Im Zusammenhang mit der heutigen Kabinettssitzung, in der der Doppelhaushalt für die Jahre 2011/2012 verabschiedet werden soll, wiederholt der Bayerische Philologenverband seine Kritik an den Sparplänen der Staatsregierung. „Bildung braucht Verlässlichkeit. Es darf nicht je nach Gusto gehandelt werden,“ so der bpv-Vorsitzende Max Schmidt.

Die Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsanfänger, die Beibehaltung der 12-monatigen Wiederbesetzungssperre, die sofortige Aussetzung der Leistungsbezahlung im am 1. Januar in Kraft tretenden Neuen Dienstrecht und die Streichung der Jubiläumszuwendung sind falsche Signale. Angesichts einer wachsenden Wirtschaft und steigender Steuereinnahmen sind diese Maßnahmen weder gerechtfertigt noch zu verstehen. Vor dem Hintergrund der Konkurrenz um die besten Köpfe schaden sie zudem dem Bildungsstandort Bayern. Nur wenn es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte junge Leute für Gymnasien und Berufliche Oberschulen zu gewinnen, kann die Unterrichtsqualität langfristig gesichert werden. Für diese Qualitätssicherung werden die nach Wegfall des letzten G 9-Jahrgangs theoretisch frei werdenden Lehrerstellen am Gymnasium dringend benötigt. – Von den Gymnasien dürfen daher keine Planstellen abgezogen werden; an den Fachoberschulen ist die personelle Situation jetzt schon geradezu dramatisch!

Dass in den Regierungsfraktionen eine Diskussion über die Sparpläne in Gang gekommen ist, zeigt, dass die Problematik durchaus erkannt ist. Bei den anstehenden Landtagsberatungen müssen die Sparbeschlüsse unbedingt nachgebessert werden. Die Zusage der Staatsregierung, im Rahmen des jüngst verkündeten Programms „Aufbruch Bayern“ hunderte Lehrerstellen zu schaffen, ist ein deutliches Zeichen in die richtige Richtung, das der Bayerische Philologenverband ausdrücklich begrüßt. Zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung brauchen sowohl die Gymnasien als auch die Beruflichen Oberschulen dringend diese Lehrer.