"MEHR MUT ZUM LEHRAMTSSTUDIUM!"

BPV-VORSITZENDER MAX SCHMIDT APPELLIERT AN SCHÜLER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND: „MEHR MUT ZUM LEHRAMTSSTUDIUM!“

Mehr Mut zum Lehramtsstudium wünscht sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt von Schülerinnen und Schülern mit Einwanderungshintergrund. Denn während in Großstädten wie Augsburg inzwischen bereits die Hälfte der Neugeborenen Eltern mit ausländischen Wurzeln hat, ist der Migrantenanteil unter der Lehrerschaft an sehr vielen Schulen nach wie vor gleich Null. Anlässlich der Eröffnung des ersten bayerischen Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“, an der Schmidt heute in Nürnberg teilnimmt, appelliert der Vorsitzende des Berufsverbandes der Gymnasiallehrerschaft: „Geben Sie dem Lehrerberuf bei Ihren Überlegungen über Ihre berufliche Zukunft eine Chance!“ Er finde es bedauerlich, dass sich - nicht nur nach seiner eigenen Beobachtung als Kollegstufenbetreuer - Schüler mit Migrationshintergrund bis heute eher an klassischen ‚Karriere-Fächern’ wie Jura, Medizin und BWL orientieren. Das Studium von vermeintlich prestigeträchtigeren Fächern sei zwar unter dem Gesichtspunkt des gesellschaftlichen Aufstiegs nachvollziehbar. Aber auch viele Schulen wären dankbar für den spezifischen Erfahrungsschatz, den Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund einzubringen hätten: als authentische Vermittler zwischen Kulturen und lebendige Vorbilder für gelingende Integration.

Das Pädagogische Institut (PI) der Stadt Nürnberg führt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, finanziert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung, vom 12. bis 15. März erstmals für Bayern ein Seminar für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch, das diese motivieren soll, ein Lehramt zu studieren. Damit verbunden hat das PI den Auftrag erhalten, den Aufbau eines Lehrernetzwerks zu initiieren.