HOFFNUNG AUF SCHUB FÜR BILDUNGSFORSCHUNG

FREUDE ÜBER BERUFUNG DES MÜNCHNER BILDUNGSFORSCHERS UND MITGLIEDS DES BPV-EXPERTENBEIRATES PROF. DR. MANFRED PRENZEL ZUM LEITER DES ZENTRUMS FÜR INTERNATIONALE BILDUNGSVERGLEICHSSTUDIEN

Hoffnung auf Schub für Bildungsforschung zum Nutzen der Schüler
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt ist erfreut darüber, dass dem Münchner Bildungsforscher und Gründungsdekan der TUMSchool of Education die Leitung des von Bund und Ländern neu gegründeten Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) übertragen wurde. „Prof. Dr. Manfred Prenzel mit der Leitung dieses neuen Instituts zu betrauen, ist eine sehr gute Idee“, lobt der bpv-Vorsitzende die Entscheidung von Bund und Ländern. Prenzel sei nicht nur schon lange ein international renommierter Bildungsforscher, der als Nationaler Projektmanager von PISA 2003 und 2006 auch einer großen Öffentlichkeit bekannt geworden sei. Als Gründungsdekan der neuen TUMSchool of Education für Lehrerbildung in München bemühe er sich seit vergangenem Jahr auch intensiv darum, Wissenschaft und Schulpraxis enger zusammenzuschließen. Dies sei für den Bayerischen Philologenverband der Grund dafür gewesen, Prof. Dr. Prenzel zur Mitarbeit in seinen wissenschaftlichen Expertenbeirat einzuladen. Erst vor wenigen Tagen hatten der Bayerische Philologenverband und Prof. Dr. Prenzel den Forderungskatalog des Expertenbeirats zur Lehrerbildung im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt (vgl. http://www.bpv.de/aktuelles-presse/presse-2010/presse-2010-i/forderungskatalog-fuer-die-lehrerbildung.html ).

Wissenschaftlich ungeklärt: Wie effektiv sind bilinguale Programme für Migranten?
Von dem durch Bund und Länder neu gegründeten Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien erwartet sich der bpv-Vorsitzende einen nochmaligen Schub für die Bildungsforschung in Deutschland: „Die erste PISA-Studie hat uns vor zehn Jahren zum ersten Mal wirklich bewusst gemacht, dass an deutschen Schulen ein großer Verbesserungsbedarf besteht. Nun ist es natürlich wichtig zu erfahren, ob und wie die seitdem eingeleiteten Reformmaßnahmen in den Bundesländern wirken.“ Darüber hinaus, so Schmidt, seien eine ganze Reihe von schulisch wichtigen Fragen immer noch durch die internationale Bildungsforschung wissenschaftlich noch nicht befriedigend geklärt. Als ein ganz Beispiel nannte er die aktuelle Frage, ob bilinguale Programme einen wesentlichen Beitrag zur Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund darstellen und damit geeignet sind, die Leistungen dieser Schüler signifikant zu verbessern.