"GUT GERÜSTET"

MORGEN BEGINNEN DIE ABITURPRÜFUNGEN - BAYERNS SCHÜLER SIND BESONDERS ERFOLGREICH, ANSPANNUNG UND LAMPENFIEBER BLEIBEN TROTZDEM

Philologenverband: „Keine Benachteiligung bayerischer Abiturienten“

Gut gerüstet sieht die bayerische Gymnasiallehrerschaft ihre Schüler für die am morgigen Donnerstag beginnenden Abiturprüfungen. Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt begleitet als Kollegstufenbetreuer am Gymnasium Grafing seit vielen Jahren Oberstufenschüler auf dem Weg zum Abitur: „Ich wünsche allen bayerischen Abiturienten viel Glück und gutes Gelingen! Lampenfieber und Anspannung gehören so kurz vor den Prüfungen seit Generationen zu den unvermeidlichen Begleitern aller Abiturienten. Dennoch dürfen bayerische Schüler vergleichsweise gelassen in die Abschlussprüfungen gehen: Kaum jemand scheitert am bayerischen Abitur! Mit 99 Prozent haben wir die höchste Bestehensquote aller Bundesländer - und das bei einem der deutschlandweit besten Abiturschnitte von 2,41.“

Konkret heißt das: Bei der Zahl der guten Abiturschnitte bis 2,5 liegt Bayern mit ca. 57 Prozent als bestes westliches Bundesland auf Platz 3 (nach Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern), die durchschnittliche Abiturnote von 2,41 ist die viertbeste im Ländervergleich. Mit seiner Zahl der Abiturienten mit Einser-Schnitt ist der Freistaat mit annähernd 24 Prozent im oberen Spektrum der Bundesländer zu finden. Erfreulich gering ist zudem die Zahl der eher schwachen Abiturergebnisse zwischen 3,0 und 4,0: Mit 20,5 Prozent befindet sich Bayern auf einem günstigen Platz 3, d.h. in 13 Bundesländern ist der Anteil von Abiturienten mit schwächeren Abiturzeugnissen deutlich höher, in Niedersachsen mit fast 40 Prozent sogar fast doppelt so hoch (Zahlenbasis: KMK-Statistik vom Februar 2010).

Für den Vorsitzenden des Verbandes der bayerischen Gymnasiallehrerschaft Schmidt sind diese Ergebnisse Grund zur Freude: „Die Zahlen zeigen: Bayerns Schüler und Lehrer arbeiten gut zusammen, unsere Gymnasiasten sind für ihre Abschlussprüfungen gut gerüstet! Die Kritik, unsere Abiturienten würden aufgrund zu hoher Ansprüche oder einer angeblich besonders rigiden Benotungspraxis um ihre Chancen auf Studienplätze gebracht, ist nicht haltbar.“