BESSERE BETREUUNG DURCH SEMINARLEHRER ERMÖGLICHEN!

Referendariat darf nicht zur Massenveranstaltung werden:
BESSERE BETREUUNG DURCH SEMINARLEHRER ERMÖGLICHEN!

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat sich zurückhaltend zu dem heute im Bildungsausschuss des Landtags beschlossenen gemeinsamen Antrag der Regierungsfraktionen „Evaluation der Arbeit der Seminarlehrer“ (Drs. 16/3101) geäußert: „Wir alle wissen: Vom Wiegen allein wird das Vieh nicht fett.“

Die wieder deutlich steigenden Studierenden- und Referendarszahlen schätzt der bpv-Vor­sitzende als das gravierendere Problem für den Erhalt der Qualität des Referendariats ein: „In immer größer werdenden Studienseminaren droht die eminent wichtige persönliche Betreuung und Begleitung durch die Seminarlehrer auf der Strecke zu bleiben. Aber gerade die intensive fachliche Anleitung durch erfahrene Lehrkräfte ist ein zentrales Element. Nur so gelingt eine gute Vorbereitung der jungen Lehrer auf die Herausforderungen des Berufsalltags. Damit diese auch bei steigenden Seminargrößen gewährleistet werden kann, benötigen Referendare und Seminarlehrer deutlich mehr Zeit.“ Konkret heißt das für Schmidt: „Der Ausbildungscharakter des Referendariats muss wieder stärker betont werden. Dazu muss die Unterrichtsverpflichtung für Seminarlehrer und Referendare auf das früher übliche Maß zurückgeführt werden: 12 – 13 Stunden eigener Unterricht pro Woche sind meines Erachtens für Ausbilder und Auszubildende genug. Dann wird auch wieder mehr Zeit für eine intensivere Berufsvorbereitung bleiben, von der auch unsere Schüler profitieren würden! Diese für die Lehrerbildung so zentrale Phase darf nicht zu einer anonymen Massenveranstaltung werden!“