ANMELDEZAHLEN LEICHT RÜCKLÄUFIG

ANMELDUNGEN AM GYMNASIUM LEICHT RÜCKLÄUFIG - ÜBERTRITTSQUOTE STAGNIERT – MAX SCHMIDT: „EIN GRUND ZUR SORGE IST DAS NICHT“

Der Trend zu immer höheren Anmeldezahlen und Übertrittsquoten setzt sich nach Informationen des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) an den bayerischen Gymnasien in diesem Jahr nicht fort. Der Lehrerverband für die Gymnasien und Beruflichen Oberschulen erwartet leicht rückläufige Anmeldezahlen für das Gymnasium zum kommenden Schuljahr. Die landesweite Übertrittsquote wird damit bei rund 40 Prozent auf dem Niveau des vergangenen Jahres stagnieren.

Ein Grund zur Sorge ist das für Verbandschef Max Schmidt allerdings nicht: „Unter Qualitätsgesichtspunkten ist eine bayernweite Übertrittsquote von 40 Prozent kaum mehr steigerbar. Mit dieser Quote wird das Potenzial an Schülern ausgeschöpft, die die besonderen Ansprüche dieser Schulart hinsichtlich Befähigung und Anstrengungsbereitschaft erfüllen können. Das ist die Erfahrung der meisten Kolleginnen und Kollegen, die ich teile. Gleichzeitig scheint sie mir auch eine vernünftige Grenze im Hinblick auf die Architektonik unseres Schulsystems.“

Gedanken machen, so Schmidt, solle sich die Politik nicht darüber, wie sich die absolute Übertrittsquote ans Gymnasium immer weiter steigern lasse, sondern um die seit Jahren regional teilweise heterogenen Übertrittsquoten: „Dass diese in den Extremen wie zwischen den Landkreisen Rottal-Inn und Starnberg um mehr als 100 Prozent auseinanderklaffen, kann nicht mit einem Intelligenzgefälle erklärt werden. Die Unterschiede reflektieren eher das unterschiedliche Bewusstsein, das Eltern der Schulbildung ihrer Kinder zumessen. Hier muss noch mehr informiert und Bewusstsein geschaffen werden.“