MEHR SCHULPSYCHOLOGISCHE BERATUNG ERMÖGLICHEN

MEHR SCHULPSYCHOLOGISCHE BERATUNG UND BEGLEITUNG AN BAYERNS SCHULEN ERMÖGLICHEN!

Eine deutliche Ausweitung der schulpsychologischen Beratungskapazitäten an Bayerns Schulen hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt gefordert: „Schulpsychologen an Gymnasien haben zwei Fächer. Dieses spezifisch bayerische Modell, dass Schulpsychologen gleichzeitig auch Lehrer sind, hat sich seit vielen Jahren bewährt. Es gewährleistet den engen Kontakt mit den Schülern, der für die schulpsychologische Arbeit unverzichtbar ist. Aber wir haben ein Kapazitätsproblem: Derzeit erhält ein Schulpsychologe für die Betreuung der Schüler eines ganzen Gymnasiums nur wenige Anrechungsstunden. Eine Erhöhung auf die Hälfte des wöchentlichen Stundendeputats halte ich für dringend erforderlich. Denn ein Schulpsychologe muss ohne Wartezeit gleich ansprechbar sein. In absehbarer Zeit ist das auch durchaus erreichbar. Zudem muss gewährleistet sein, dass zumindest jede größere Schule in Bayern einen Schulpsychologen im Kollegium hat. Nach Ansbach sollten diese Ziele in der Prioritätenliste der bayerischen Bildungspolitik nun endlich deutlich nach oben rutschen.

Experten: Fünf Prozent der Schüler psychisch labil oder krank
Zur Begründung verwies Schmidt auch auf Zahlen, die von Experten bei der gestrigen Tagung „Extremsituation Amoklauf“ in Ingolstadt genannt wurden. Danach müssten inzwischen rund fünf Prozent aller Schüler als zumindest psychisch labil eingestuft werden. Diese Schüler zu identifizieren und adäquat zu betreuen sei im normalen Unterrichtsbetrieb schlichtweg nicht möglich. „Den Lehrern fehlen einfach die Zeit und die Fachkenntnisse, die oft sehr versteckten Signale von Schülerinnen und Schülern in psychischen Notlagen zu identifizieren und richtig einzuordnen. Da bleiben wir auf das spezifische Wissen von vor Ort eingesetzten Schulpsychologen angewiesen“, betonte Schmidt abschließend.