KEINE ABSCHAFFUNG DER PROBEZEIT AN FOS!

KEINE ABSCHAFFUNG DER PROBEZEIT AN FACHOBERSCHULEN!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) wendet sich gegen Bestrebungen der SPD, an den Fachoberschulen die Probezeit-Regelung abzuschaffen. Damit sieht er sich auch mit der Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns einig.

Irmgard Kunzfeld, die Fachreferentin des bpv für die Beruflichen Oberschulen, begründet die Ablehnung dieses heute im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages auf der Tagesordnung stehenden Antrages mit den Worten: „Die Probezeit-Regelung ist wohlbegründet und bewährt. Sie verhindert das absehbare Scheitern von Schülern in diesem anspruchsvollen, gelegentlich unterschätzten Bildungsgang und ermöglicht ihnen beizeiten die Umorientierung. Damit ist sie im wohlverstandenen Interesse der Schüler. Das ist jedenfalls die Erfahrung, die wir Lehrkräfte immer wieder machen.“

Kunzfeld erinnert daran, dass es die Aufgabe der Fachoberschulen ist, ihre Schülerschaft innerhalb von nur zwei Jahren zur Hochschulreife zu führen: „Damit das in diesem engen Zeitrahmen gelingen kann, ist unsere Schulart auf eine motivierte und leistungsfähige Schülerschaft angewiesen. Die Forderung, anstelle der Probezeit spezielle Förderangebote für leistungsschwache Schüler anzubieten, ist nett gemeint, aber völlig unrealistisch: Wir haben weder die Zeit noch die Lehrkräfte dafür. Bekanntermaßen leiden die Fachoberschulen schon seit Jahren an einem besonders ausgeprägten Lehrermangel.“

Kunzfeld schlägt stattdessen vor, stärker in die berufliche Bildung zu investieren: „Dann beständen tatsächlich realistische Chancen, dass über den alternativen Weg der Berufsoberschulen noch mehr geeignete und motivierte Schüler den Weg zur Hochschulreife packen.“