BPV WARNT VOR RECHTSRADIKALEN-POST AN SCHÜLER

PHILOLOGENVERBAND WARNT VOR RECHTSRADIKALEN-POST AN BAYERISCHE SCHÜLER

Der Bayerische Philologenverband warnt Bayerns Schülerinnen und Schüler vor der Broschüre "Amalia Hinterwäldlerin vor Gericht und andere Geschichten. Man kann nicht immer weinen". Diese enthält den Holocaust leugnende und antisemitische Inhalte. Die laut Presseberichten von einer wegen Volksverhetzung verurteilten Rechtsradikalen verfasste Broschüre wurde im Sommer bereits in anderen Bundesländern entdeckt. Derzeit wird nach Informationen des Philologenverbandes versucht, sie auch in Bayern per Post an Klassensprecher höherer Jahrgangsstufen zu verteilen.

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt forderte die Schulen in Bayern zu besonderer Aufmerksamkeit auf: „Es ist sicher kein Zufall, dass Gymnasien gerade jetzt mit diesem elenden Machwerk traktiert werden. Man muss das als Versuch von rechtsradikalen Rattenfängern werten, kurz vor den Bundestagswahlen Jungwähler für sich zu gewinnen.“

Schülerinnen und Schüler sowie Schulleitungen sollten nach Schmidt in diesen Tagen auch eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber rechtsradikalen Umtrieben rund um das Schulgelände zeigen. Wie vor den letzten Bundestagswahlen und jetzt auch wieder aus Sachsen und Thüringen zum wiederholten Male berichtet, sei nicht auszuschließen, dass Rechtsradikale in Bayern ebenfalls versuchen, CDs mit rechtsradikalen Inhalten an Schülerinnen und Schüler zu verteilen.