LEERE STATT LEHRE? WIEDER LEHRERMANGEL IN BAYERN!

LEERE STATT LEHRE? - WIEDER DROHEN DEN GYMNASIEN LEHRERMANGEL UND STUNDENAUSFÄLLE

Schmidt: Budget erlaubt keine optimale Vorbereitung auf das Abitur – Nachschlag notwendig

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt hat auf die Gefahr des Personalmangels, von Unterrichtsausfällen und großer Klassen an den bayerischen Gymnasien auch im kommenden Schuljahr hingewiesen. Zur Begründung sagte Schmidt: „Nach derzeitigem Stand wird die große Mehrheit der Gymnasien mit dem zugeteilten Budget und dem Personal nicht auskommen können. Das zeigen uns die Rückmeldungen aus den laufenden Planungen für das nächste Schuljahr.“

Sorgenkind Oberstufe
Das besondere Sorgenkind vieler Schulleitungen sei derzeit die Oberstufe: „Allein hier klaffen an vielen Gymnasien noch Lücken von 30 - 50 Stunden“, so Schmidt. In Lehrerstellen übersetzt heiße das, dass jede Schule im Schnitt wenigstens eine Lehrkraft mehr benötige als die bisherigen Planungen des Ministeriums vorsehen. „Unter jetzigen Voraussetzungen ist die optimale Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf das Abitur in Gefahr. “ Das sei deswegen besonders fatal, da sich nach den Sommerferien mit dem letzten Jahrgang des neunjährigen und dem ersten Jahrgang des achtjährigen Gymnasiums rund 68.000 und damit fast doppelt so viele Schüler wie sonst auf ihr Abitur im Jahr 2011 vorzubereiten beginnen. Gerade diesen Schü­lern, so Schmidt, schulde der Freistaat besonders gute Arbeits- und Lernbedingungen, sind doch vor allem sie von der überstürzten Einführung des achtjährigen Gymnasiums betroffen. „Kleine Kurse und überschaubare Klassen sind das mindeste, was wir diesen Schülern in den beiden kommenden Jahren bieten müssen. Mit dem derzeitigen Budget lassen sich aber Kurs- und Klassengrößen von 20 in den Abiturfächern und 25 in den anderen Fächern nicht umsetzen. Diese Begrenzung ist aber nötig, um ein vernünftiges Arbeiten mit individueller Betreuung und eine gute Studien- und Berufsvorbereitung gewährleisten zu können. Damit unsere Schüler im kommenden Jahr nicht auf Leere stoßen, wo sie Lehre erwarten, muss die Staatsregierung jetzt bei Stellen und Budget noch einmal nachlegen“, forderte der bpv-Vor­sitzende abschließend.