KONJUNKTURPAKET 2: IN SCHULEN INVESTIEREN!

Nach der Einigung des Ministerrats auf Zeitplan über Mittel aus Konjunkturpaket II:

PHILOLOGENVERBAND FORDERT INVESTITIONEN IN SCHULEN ALS NACHHALTIGE INVESTITIONEN IN BAYERNS ZUKUNFT

Schmidt: Viele Schulen noch immer ohne adäquate Arbeitsplätze für Lehrkräfte

Nach dem heutigen Beschluss des Ministerrates über die Verwendung der Bayern aus dem Konjunkturpaket II zufließenden Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt kräftige Investitionen in Bayerns Schulen gefordert: „Etliche Schulen und Sporthallen sind sanierungsbedürftig, Technik und Computer für Verwaltung und Unterricht veraltet. Überdies sind viele Lehrerzimmer so klein, dass Tierschützer laut aufschreien würden, wenn sich darin nicht Lehrkräfte, sondern Nutztiere aufhalten müssten. Denn das achtjährige Gymnasium hat zwar auch für uns Lehrkräfte eine zeitlich ausgeweitete Präsenzpflicht in der Schule mit sich gebracht. Aber bislang ist offenbar niemand ernsthaft auf den Gedanken gekommen, dass im jetzigen Ganztagsbetrieb nicht nur Schüler, sondern auch wir Lehrkräfte zusätzliche Räumlichkeiten und echte Arbeitsplätze zur Vorbereitung und Korrektur benötigen“, monierte Schmidt.

Derzeitige Schulrealität ist: Es fehlt nicht nur an Ablagemöglichkeiten, Regalen, größeren Tischen und lärmgeschützten Arbeitsplätzen, sondern selbst an so schlichten Dingen wie einer Sitzgelegenheit für alle Lehrkräfte im Lehrerzimmer. Häufig werden Privatlaptops für die Unterrichtsvorbereitung eingesetzt. Viele Unterrichtsmaterialien können nur im häuslichen Arbeitszimmer erstellt und untergebracht werden, obwohl das Arbeitszimmer nicht einmal mehr steuerlich abgesetzt werden kann. Schmidt forderte deshalb: „Die steuerliche Absetzbarkeit muss umgehend wieder eingeführt werden, bis in den Schulen die Arbeitsbedingungen so sind, dass Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf auch ohne häusliches Arbeitszimmer ausüben können.“