HOFFNUNG AUF VERBESSERUNGEN FÜR SCHÜLER UND LEHRER

UNERWARTETER BESCHLUSS ÜBER WEITERE LEHRERSTELLEN MACHT HOFFNUNG AUF SPÜRBARE VERBESSERUNGEN FÜR SCHÜLER UND LEHRER
MAX SCHMIDT: „OBERSTUFE MIT 15 - 25 SCHÜLERN PRO KLASSE AB 2009 UMSETZBAR“


Uneingeschränktes Lob spricht der Bayerische Philologenverband (bpv) den bayerischen Regierungsparteien für ihre jüngste Entscheidung aus, in den kommenden beiden Jahren 2280 zusätzliche Lehrkräfte einzustellen: „Die neue Staatsregierung erkennt damit an, dass die Lage an manchen Schularten ernst ist. Insbesondere Gymnasien, berufliche Oberschulen und Realschulen leiden bereits seit Jahren an der verfehlten Einstellungspolitik in der Vergangenheit. Allein an den Gymnasien addiert sich der personelle Nachholbedarf derzeit auf rund 1.000 Vollzeitstellen für qualifizierte Lehrkräfte.“

Der jetzige Beschluss nähre die Hoffnung, die Klassengrößen in den nächsten Jahren endlich wieder auf ein pädagogisch verträgliches Maß zurückführen zu können. Der bpv schlägt vor, die zusätzlichen Lehrkräfte zunächst zu einer Verringerung der Klassen- und Kursstärken in der Oberstufe zu verwenden. „Das sind wir den Schülern des doppelten Abiturientenjahrgangs schuldig, um ihnen möglichst gute Voraussetzungen für ein gutes Abitur und ein gelingendes Studium unter schwierigen Bedingungen zu sichern“, sagte der bpv-Vorsitzende Max Schmidt. Bereits vor Monaten zugesagt hatte die Staatsregierung, die Forderung des Verbandes nach der Begrenzung der Seminare auf maximal 15 Schüler zu erfüllen. Nach Ansicht der Lehrerschaft muss diesem ersten Schritt nun die Verpflichtung auf maximal 20 Schüler in den Abitur- und 25 Schüler in den anderen Fächern folgen.

Bayerns Schüler nicht für faule US-Geschäfte der Bayern LB in Haft nehmen
Die Möglichkeit zu einem entscheidenden Durchbruch zum Besseren sieht der Philologenverband spätestens im Jahr 2011 kommen: „Mit dem Personalgewinn von rund 1500 Lehrerkräften infolge des Wegfalls des neunjährigen Gymnasiums lassen sich an den Gymnasien und beruflichen Oberschulen Lehr- und Lernverhältnisse herstellen, die das Prädikat ‚pädagogisch wertvoll’ verdienen“, erklärte der bpv-Vorsitzende. Sein Verband stehe daher voll und ganz hinter den Bemühungen von Kultusminister Dr. Spaenle, der betont hatte, trotz der Landesbank-Krise „die Rendite aus dem Wegfall der 13. Gymnasialklasse retten“ zu wollen. „Die jetzt gegebene Chance auf eine grundsätzliche Kehrtwende hin zu einer wirklich bedarfsgerechten Lehrerversorgung und kleinen Klassen darf nicht vertan werden. Es wäre ein geradezu sträflicher Frevel an den bayerischen Schülern, sie zukünftig über Stelleneinsparungen an den Schulen für die faulen US-Geschäfte der Bayern LB in Haft zu nehmen“, appellierte Schmidt abschließend an die bayerische Staatsregierung.