Presse & Aktuelles

Ältere PEs finden Sie im Presse-Archiv.

bpv-Presseerklärung Nr. 26  vom 27.07.2107:

Endlich Ferien!

Der Bayerische Philologenverband (bpv) zum Schuljahresende: Mit Stolz auf das Erreichte in die Zeit der Erholung – Arbeitslosigkeit statt Ferien für viele Nachwuchslehrkräfte

Am Freitag erhalten die bayerischen Schülerinnen und Schüler ihre Jahreszeugnisse. „Jetzt ist für die ganze Schulgemeinschaft die wohlverdiente Zeit des Ausspannens und der Erholung gekommen. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler haben gute Arbeit geleistet. Bei der überwiegenden Anzahl der Gymnasiasten herrscht große Freude, sie haben Leistungen erzielt, auf die sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Eltern stolz sein können“, erklärt Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv).

Ausdrücklich dankt Schwägerl den Lehrkräften: „Für unsere Kolleginnen und Kollegen hielt das vergangene Schuljahr insbesondere durch die Verkürzung der Korrekturfrist der Abiturprüfungen ganz besondere Herausforderungen bereit. Diese haben sie trotz vieler weiterer Verpflichtungen hervorragend gemeistert. Ich hoffe, dass diese spontane Änderung im Zeitplan ein einmaliges Vorkommnis bleibt – verlässliche und planbare Rahmenbedingungen sind das A und O des Lehrerberufs.“

Nachwuchslehrkräfte stehen auf der Straße

Ein großer Wermutstropfen für Schwägerl ist jedoch die prekäre Einstellungssituation in diesem Sommer: „Für viele Nachwuchslehrkräfte, die ihre Abschlussprüfung mit besten Noten bestanden haben, gibt es keine schönen Ferien: Bei nur 300 Neueinstellungen am Gymnasium zum kommenden Schuljahr werden Hunderte von sehr gut ausgebildeten Lehrkräften an unseren bayerischen Gymnasien nicht unterrichten können. Das ist äußerst bitter: zunächst einmal natürlich für die Betroffenen selbst, dann aber auch für die Gymnasien, denen dieser Nachwuchs fehlt. Dazu kommen noch hunderte Lehrkräfte, deren befristeter Angestelltenvertrag über die Ferien nicht weiterläuft, sondern die sich für die Sommerferien arbeitslos melden müssen.“

bpv-Presseerklärung Nr. 25 vom 25.07.2017:

Ein erster Meilenstein zum neuen G9

Der Bayerische Philologenverband äußert sich zur Vorstellung der G9-Stundentafel

„Die heute vorgestellte Stundentafel ist ein erster wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen G9, aber weitere müssen folgen“, stellt Michael Schwägerl, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), fest und ergänzt: „Auf dieser Grundlage können die nächsten wichtigen Etappen angegangen werden: die Anpassung der Lehrpläne, die Ausgestaltung der sogenannten Überholspur und die Weiterentwicklung der Oberstufe.“ Gerade in den Jahrgangsstufen 12 und 13 sieht Schwägerl noch viel Gestaltungsspielraum: „In der Neuausrichtung der Oberstufe liegt ein großes Potenzial. Hier muss aus unserer Sicht durch eine Profilbildung den Stärken der einzelnen Schülerinnen und Schüler wieder mehr Raum gegeben werden.“

G9: Stärkung der Qualität

Für den bpv ist wichtig, dass der Fokus im neuen G9 nun auch auf den leistungsstarken, leistungsbereiten und begabten Schülern liegt. Schwägerl betont: „Wir werden uns im Gymnasium natürlich weiterhin um die schwächeren Schüler kümmern, können aber im neuen G9 die stärkeren ebenfalls in den Blick nehmen. Ihre Förderung, beispielsweise durch mehr Wahl- und Zusatzangebote und die Überholspur, ist ein entscheidender Schritt, um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums zu stärken.“

Stundentafel: Konsens und Kompromissbereitschaft notwendig

Während des Ausgestaltungsprozesses kamen wichtige Impulse vor allem vom Bildungsbeirat des Philologenverbandes - einem Expertengremium, in dem Kolleginnen und Kollegen aller gymnasialen Fächer vertreten sind. Schwägerl räumt ein: „Aufgrund der sehr starken Rahmensetzung der Politik für die Ausgestaltung der Stundentafel war der Spielraum für Modifikationen begrenzt. Erwartungsgemäß können mit dem heute vorgestellten Modell nicht alle Wünsche erfüllt und nicht alle Fächer gleichermaßen bedient werden. Wichtig ist aber, dass die ganze gymnasiale Schulfamilie eingebunden war und ist. Nur durch einen breiten Konsens und den Blick für das Ganze kann das neue G9 ein Erfolgsmodell werden.“

18.07.2017

Presserklärung Nr. 24

Hohe Durchfallerquoten im Staatsexamen Mathematik:

Inhalte müssen zur Prüfung passen!

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Michael Schwägerl fordert von den bayerischen Universitäten, aus den hohen Durchfallerquoten in Mathematik beim 1. Staatsexamen für das Lehramt Gymnasium Konsequenzen zu ziehen: „Die Ursachen für die in den letzten Jahren steigenden Zahlen an nicht bestandenen Staatsexamensprüfungen müssen dringend angegangen werden. Die Prüfungsaufgaben werden von Vertretern der Unis erstellt und fallen in deren fachliche Verantwortung. Es kann somit nicht im Sinne der Hochschulen sein, wenn Studierende trotz einer Vielzahl von im Verlauf des Studiums erfolgreich bestandenen Prüfungen beim abschließenden Examen nach neun und mehr Semestern gehäuft scheitern. Ziel muss es u.a. sein, die Studieninhalte noch besser an die Prüfungsanforderungen anzupassen. Es hilft keinem, wenn Prüfungen Inhalte abfragen, die nicht oder zu wenig behandelt wurden. Zudem sollte auch eine Einzelprüfung so gestaltet sein, dass sie das gesamte Notenspektrum ausschöpft, um eine differenzierte Bewertung der Examenskandidaten zu erhalten.“

Schwägerl bezieht sich damit auf Informationen, dass zu den letzten Terminen teilweise über 40 Prozent der Studierenden in Einzelprüfungen die Note 5 und 6 kassiert hatten. Aus den schlechten Ergebnissen in einzelnen Prüfungsteilen resultierten bayernweite Durchfallerquoten von unter 20% (Frühjahr 2017) und 28% (Herbst 2016) für das Staatsexamen Mathematik. 

An Fachlichkeit nicht sparen

Die Ergebnisse in Mathematik zeigen Schwägerl: „Die Universitäten müssen sich stärker um die Lehramtsstudierenden kümmern, ohne an den Inhalten des Fachstudiums zu sparen. Ganz im Gegenteil: Gymnasiallehrer sind auch Spezialisten in ihren Fächern – und das muss so bleiben. Das heißt für uns: Nur eine vertiefte fächerspezifische Lehrerausbildung an den Universitäten erhält auch die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums und damit die Studier- und Examensfähigkeit der Mathematikstudenten der Zukunft!“

17.07.2017

Presserklärung Nr. 23

Ca. 90 Prozent der Bewerber ohne gymnasiale Planstelle

Aktuelle Einstellungszahlen: rjv fordert kontinuierliche und nachhaltige Einstellungen am Gymnasium

Besorgt blickt die Referendar- und Jungphilologenvertretung (rjv) im Bayerischen Philologenverband (bpv) auf die aktuellen Einstellungszahlen, die am Freitag vom Kultusministerium veröffentlicht wurden. „Knapp 300 Planstellen am Gymnasium sind zwar eine leichte Steigerung gegenüber dem letzten Jahr. Allerdings stehen diesen Einstellungen wohl deutlich mehr als 1.000 Bewerber aus dem aktuellen Jahrgang und aus freien Bewerbungen sowie rund 2.200 Wartelistenbewerber gegenüber. Das bedeutet, dass wie im Vorjahr weniger als 10% aller Bewerber vom Freistaat ein Angebot für die Schulart erhalten, für die sie ausgebildet wurden. Viele von ihnen werden damit ohne langfristige berufliche Perspektive sein“, erläutert Dominik Lörzel, der Vorsitzende der rjv.

“Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!”, gilt für Lörzel auch, wenn er an das Schuljahr 2024/25 denkt. „Jetzt muss Kontinuität statt Kurzsicht gelten. Mit der Einführung des G9 werden insgesamt mindestens 1.000 zusätzliche Lehrkräfte am bayerischen Gymnasium benötigt. Qualifizierte Bewerber werden aber in dieser Anzahl nicht ad hoc zur Verfügung stehen. Deswegen fordern wir, bereits jetzt vermehrt Lehrkräfte am Gymnasium einzustellen.”

Gymnasiallehrer wandern ab

Lörzel ist in Sorge: „Wir beobachten zunehmend, dass viele hervorragend qualifizierte Absolventen, die keine Stelle in Bayern bekommen haben, in andere Bundesländer oder Berufsfelder abwandern. Dort werden sie mit offenen Armen empfangen und kehren oftmals nicht zurück. Aber gerade diese gut ausgebildeten Lehrkräfte werden spätestens 2025 dringend in Bayern gebraucht.“ 

Presseerklärungen 2017

ÄRGER MIT DEM STAATSEXAMEN 14.07.2017: Hohe Durchfallquoten in Mathematik - bpv in Gesprächen mit dem Ministerium

GYMNASIALLEHRER HELFEN MITTELSCHULE 13.07.2017: 99 Prozent der Gymnasiallehrer, die an den Zweitqualifizierungsmaßnahmen für das Lehramt an Mittelschulen teilnehmen, durchlaufen die Bewährungsfeststellung erfolgreich.

WIE DIGITAL SOLL DAS GYMNASIUM DER ZUKUNFT SEIN? 29.06.2017: Der Bayerische Philologenverband beleuchtete auf seiner Fachtagung "Lernen von Anderen: Digitalisierung - Schule - Werte" in Nürnberg verschiedene Dimensionen der Digitalisierung und stellte abschließend ein 9-Punkte-Programm vor.

GYMNASIEN JETZT FÜR DIE DIGITALISIERUNG RÜSTEN! 27.06.2017: Bayerischer Philologenverband fordert mehr Anstrengungen im Bereich der Lehrerfortbildung und der Ausstattung der Schulen

STELLENANGEBOTE FÜR GYMNASIALLEHRER: 19.06.2017: Sondermaßnahmen gut - kontinuierliche Einstellung besser

INKLUSION 29.05.2017: bpv fordert Fortbildungen, kompetente Fachkräfte und Barrierefreiheit

KEIN G9-EFFEKT BEI DEN ANMELDUNGEN 22.05.2017: Übertrittszahlen: Eltern erwarten weiterhin qualitätsvolles Gymnasium

SCHULARTSPEZIFISCHE AUSBILDUNG DER LEHRER 17.05.2017: rjv wehrt sich gegen Pauschalkritik an der Lehrerbildung

BPV GRATULIERT NEUEM DL-PRÄSIDENT 16.05.2017: Bayerischer Philologenverband gratuliert Heinz-Peter Meidinger zur Wahl an die Spitze des Deutschen Lehrerverbandes (DL)

CYBERMOBBING 16.05.2017: Präventionsangebote an Schulen weiter ausbauen!

BAYERISCHES ABITUR ALS ECHTE HOCHSCHULREIFE 02.05.2017: Am kommenden Mittwoch, dem 3. Mai, beginnen für rund 40.000 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Bayern die Abiturprüfungen.

ÜBERTRITT IST LEISTUNGS- UND SOZIAL GERECHT 28.04.2017: Wissenschaft einig: Freigabe des Elternwillens verstärkt soziale Ungerechtigkeit

LESEN FÖRDERN UND FORDERN 21.04.2017: Der Bayerische Philologenverband äußert sich zum Welttag des Buches

G9 IN BAYERN 06.04.2017: Wieder mehr Zeit für Qualität

WEITERENTWICKLUNG DES GYMNASIUMS AUF GUTEM WEG 30.03.2017: Optimistisch beurteilt der Bayerische Philologenverband (bpv) die Chancen für eine gute, zukunftsfähige Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums.

SCHULGEMEINSCHAFT FORDERT ENDE DES ZÖGERNS 08.03.2017: Verbände zeigen Unverständnis über Zögern der CSU in der G8-G9-Frage

ZWISCHENZEUGNIS 15.02.2017: Wichtige Rückmeldung und Anlass zur Weichenstellung für das zweite Halbjahr

SCHULE ADÉ? 14.02.2017: 80% der Referendare erhalten keine Stelle

SCHWERE BELASTUNG FÜR LEHRKRÄFTE 10.02.2017: Philologenverband nimmt Stellung zur Verkürzung der Korrekturzeiten für das Abitur durch die Vorverlegung des Termins der Notenbekanntgabe

LÄNGERE KORREKTURFRIST NÜTZT ABITURIENTEN 09.02.2017: Keine Benachteiligung gegenüber früheren Jahrgängen

"MEIN KAMPF" IM GESCHICHTSUNTERRICHT 03.01.2017: Die kritische Edition von ‚Mein Kampf‘ ist eine bewundernswerte und verdienstvolle Mammutarbeit

ELTERN IN BAYERN FÜR LÄNGERE LERNZEIT AM GYMNASIUM 18.01.2017: Philologenverband: Herausforderungen gehen über die G9-Diskussion hinaus

G8/G9: BPV FÜR MUTIGE ENTSCHEIDUNG MIT WEITBLICK 09.01.2017: Als sehr positiv bewertet der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Michael Schwägerl die Aussagen von Ministerpräsident Seehofer bezüglich der Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium