Fachgruppe Physik

Physik in der Raumfahrt

Spannender Vorstoß zu neuen Welten


Am Fachtag Physik 2018 berichtet Projektleiter von der ersten Landung auf einem Kometen


fronter

(Benutzername "fachtag.physik" und Passwort "fachtag_lmu")

Zum 7. Mal lädt die Fachgruppe Physik und der Lehrstuhl für Didaktik der Physik gemeinsam zum Fachtag Physik am 27.September 2018 ein.

An der Ludwig-Maximilians-Universität München, Theresienstrasse 37, wird für Physiklehrkräfte an Gymnasien, FOS, BOS und Realschulen ein reichhaltiges Programm an Fachvorträgen, Workshops und der traditionellen Fotowettbewerb „Physik im Bild“ geboten.

Bei der Auswahl der Themen legen Prof. Raimund Girwidz und StDin Verena Schroll großen Wert auf ein vielfältiges Programm, mit vielen Inhalten zur direkten Übertragung in die Unterrichtspraxis. Die teilnehmenden Lehrkräfte können zwei Workshops aus sieben Angeboten wählen:

1. Experimente aus dem Klimakoffer für die Schule
2. Stumme Experimentiervideos im Physikunterricht
3. Schulprojekt „Mission to Mars“
4. Catching Starlight - Wie sammelt man Sternenlicht?
5. Das Unsichtbare sehen – Seeing the Invisible
6. Lernen mit Multimedia und 3D-Druck im Physikunterricht
7. 3D Modellieren und Druck im FabLab München e.V. für Schülerinnen und Schüler

Der Projektleiter der Rosetta Landemission, Dr. Stephan Ulamec, DLR, wird im Plenumsvortrag am Nachmittag „ROSETTA – Philae – erste Landung auf einem Kometen“ selbst über dieses aufregende Unternehmen berichten. Im zweiten Vortrag „Space Education“ präsentiert Tobias Schüttler High-Tech Raumfahrtexperimente von der DLR für den Physikunterricht.

Motivieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Fotowettbewerb „Physik im Bild“. Die eingereichten Arbeiten bewerten Sie in Kaffee- und Mittagspausen, die auch Gelegenheit zum kollegialen Austausch bieten.

Alle weiteren Informationen sowie die Teilnahmebedingungen für den Fotowettbewerb finden Sie unter http://www.fronter.com/mschool (Benutzername „fachtag.physik“ und Passwort „fachtag_lmu“), auf der Sie sich anmelden und in die Workshops eintragen.

Anmeldeschluss ist der 19. 9. 2018.

Die Veranstaltung ist auch für Lehrkräfte staatlicher Schulen kostenfrei. Eine Teilnahme mehrerer Kolleginnen und Kollegen einer Fachschaft ist aus Gründen der Nachhaltigkeit von Unterrichtsentwicklung besonders erwünscht.

Prof. Raimund Girwidz mit seinem Team und die Landesfachgruppenvorsitzende für Physik Verena Schroll freuen sich auf einen lebhaften Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Ihnen.


V.S.

Foto Quelle: ESA


 

https://fronter.com/mschool/main.phtml

Fachgruppen Physik, Mathematik und Informatik

Aktuelle Fortbildungsangebote

Zur Situation des Faches Physik:

Die Entwicklung der Abiturientenzahlen in Physik kann als Indikator für den Stellenwert von Physik am Gymnasium angesehen werden.
Legten im G9 2011 16,8% eines Jahrgangs eine Abiturprüfung in Physik ab, so sank diese Zahl im G8 2011 auf 11.1% und 2012 auf 9,9%.

Die Zeit für Physik ist im achtjährigen Gymnasium zu knapp um dieselbe Qualität, wie im Grundkurs des G9 zu erreichen. Physik in der 7. Klasse kann Physik in der 13. Klasse nicht ersetzen.
Wir entlassen Schüler/innen an die Hochschulen, die zwar ein weiter gestreutes aber meist deutlich oberflächlicheres Physikwissen besitzen als Schüler/innen im G9 nach der 12. Jahrgangsstufe.

Der Mangel an Lehrkräften in Physik ist noch nicht befriedigend behoben.

Betrachtet man die Entwicklung der Stundenzahl der Naturwissenschaften [28 KB] und insbesondere des Fachs Physik in der Oberstufe im Laufe der Jahre, so erkennt man offensichtlich Gefahren für die Naturwissenschaften [36 KB] am Bayerischen Gymnasium in der Zukunft.

Stellungnahme zur Stundentafelgestaltung für die Oberstufe (Dezember 2006)

In einer gemeinsamen Stellungnahme zur Stundentafelgestaltung für die Oberstufe [162 KB] des achtjährigen Gymnasiums unterstützen naturwissenschaftliche Fachverbände unser Anliegen der Stärkung der Naturwissenschaften in der Oberstufe des Gymnasiums.

Zu den Unterzeichnern gehören:

G8 Kritik aus Sicht der Physik

Wir arbeiten daran, dass einige Fehlentwicklungen aus dem G8 rückgängig gemacht werden:

Die größten Gefahren für die Naturwissenschaften im achtjährigen Gymnasium:

- Die Politik spricht von einer Stärkung der Naturwissenschaften, weil Physik schon in der 7. Jgst. beginnt und Informatik in der 6. und 7. Klasse hinzugekommen ist.

Physik in der 7. Jahrgangsstufe könnte – rein zeitlich - allenfalls eine Ausgleich für den in der 11. Klasse wegfallenden Unterricht sein, aber das wesentlich geringere Abstraktionsvermögen der Kinder in der 7. Jahrgangsstufe im Vergleich zur 8. Jahrgangsstufe läßt nur eher spielerische Zugänge zur Physik zu. Das ist sicherlich ein Gewinn, aber kein Ausgleich für ein Jahr in der Oberstufe.
Physik in der 11. Jahrgangsstufe ist ein Erfolg!

- Politiker erwarten eine Motivation für Naturwissenschaften in der Oberstufe durch den früher beginnenden Unterricht.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden häufig nach ihren Erfahrungen mit den Fächern in dem Jahr, in dem sie die Wahl treffen müssen, das wäre also im G8 die 10. Jahrgangsstufe.

- Nach dem Kabinettsbeschluss vom 25. 4. 06 muss nur eine Naturwissenschaft in den Jahrgangsstufen 11 und 12 verpflichtend gewählt werden.

Bei Wahl nur einer Naturwissenschaft wurde Biologie der Favorit. Biologie ist bis zur 10. Jgst. ohne Schulaufgabe. Es ist ein frommer Wunsch zu glauben, dass Schülerinnen und Schüler freiwillig eine als schwieriger geltende Naturwissenschaft wie Physik oder Chemie zusätzlich wählen!
Auch zu Beginn der Kollegstufe war nur eine Naturwissenschaft verpflichtend, weitere waren frei wählbar. Das wurde aufgrund des Wahlverhaltens der Schülerinnen und Schüler geändert. Wir sollten aus Geschichte lernen und eine zweite Naturwissenschaft verpflichtend einführen.

- Es gibt keinen mathematischen Schwerpunkt mehr in der Mittelstufe, damit haben Schülerinnen und Schüler von allen Schulzweigen gleich schlechte mathematische Grundlagen für Physik in der Oberstufe.

Alle Gymnasialzweige haben ein Basisangebot an Mathematik in den Jahrgangsstufen 5 bis 10, Es wird daher schwieriger,– wenn nicht unmöglich werden, Spitzenbegabungen in Physik zu fördern.

- Im G8 sind D, M, FS + Ges. Wiss. als verpflichtende Abiturfächer + ein frei wählbares Abiturfach

Benachteiligt sind die naturwissenschaftlich begabten Schülerinnen und Schüler, die früher nur je ein Fach aus dem sprachlichen Bereich, und dem gesellschafts-wissenschaftlichen Bereich wählen mussten. Der starke Rückgang der Abiturbelegungen [7.486 KB] in allen Naturwissenschaften in den letzten Jahren hat gezeigt, dass hier eine Änderung notwendig ist.


- Informatik als Oberstufenfach bildet im Aushandeln der Wochenstundenzahlen eine neue zusätzliche Konkurrenz zu den Naturwissenschaften.

Informatik kann keine Naturwissenschaft ersetzen, es kann allenfalls zusätzlich gefordert werden. Z. B. 4 Jahresleistungen für 3 Naturwissenschaften und Informatik würde die bisherige Regelung in der Kollegstufe aufgreifen: 3 Jahresleistungen für 3 Naturwissenschaften.

- Mögliche Lösung: gymnasiale Profile in der Oberstufe (Schwerpunkt Naturwissenschaften, Schwerpunkt Sprachen, musischer Schwerpunkt)

Wenn man die Wochenstundenzahl für die Schülerinnen und Schüler nicht erhöhen möchte, muss in den individuellen Profilbereich (8 Profilstunden und 6 Seminarstunden = 14 Wochenstunden) stärker eingegriffen werden.

- Eine Warnung zum Schluss: Science = Tod der Physik!

Auch Chemiker und Biologen bestreiten nicht den Grundlagencharakter des Faches Physik.
Aktuelle Untersuchungen in England zeigen, dass 37% weniger Schüler und Schülerinnen den A-Level in Physik ablegen, als vor 15 Jahren, und das obwohl immer mehr Schülerinnen und Schüler ein bisschen Physik als Teil des naturwissenschaftlichen Unterrichts mitbekommen.
Seit 1983 ist die Zahl der Physiklehrer in den Naturwissenschaften von
33% auf 12,5 % zurückgegangen.
Auch in Bayern wird „Naturwissenschaftliches Arbeiten“ in der 5. Klasse bereits jetzt kaum mehr von Physiklehrern unterrichtet; dort wie hier werden verstärkt Quereinsteiger geworben um Engpässe in der Lehrerversorgung zu abzufangen.
Der Präsident der Royal Society, Sir Martin Rees fordert: „Es ist wichtig, dass wir mehr ausgebildete Physiklehrer in unsere Klassenzimmer bekommen, Lehrer, die enthusiastisch sind und gutes Fachwissen haben, um den Kreislauf des Verfalls zu durchbrechen.“ (DPG-Journal; Oktober 2006).

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