Wettbewerbe

BundesUmweltWettbewerb

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Geographische Wettbewerbe - eine Übersicht

Schülerwettbewerbe haben in Deutschland eine lange Tradition und dem Fach Geographie – egal, an welchem Schultyp unterrichtet wird - kommt dabei eine wichtige Rolle zu,denn aktueller und motivierender Geographie-Unterricht sollte die Schülerinnen und Schüler stets neugierig machen, indem Fragestellungen entwickelt werden,die von der Lehrkraft gemeinsam mit den Schülern bearbeitet und beantwortet werden. Für die Teilnahme an Wettbewerben ist jedoch eine zusätzlich Leistungsbereitschaft erforderlich, denn alle GeoWettbewerbe haben das Ziel, zur Förderung besonderer Begabung, Lernleistungen und eigener oder in Gruppen durchgeführter Forschungauf dem Gebiet der Geowissenschaften einen neuen und eigenen Beitrag zu liefern. Die Leistungskonkurrenz in Verbindung mit der Anerkennung durch Preise und Urkunden ist dabei das gemeinsame Grundmodell aller GeoWettbewerbe. Derezeit werden vom Verband Deutscher Schulgeographen bundesweit sechs unterschiedliche Wettbewerbe unterstützt (vgl. hierzu nähere Informationen unter www.erdkunde.com → Wettbewerbe).

Klassifikation
Grundsätzlich muss zwischen eher auf topographiesches Grundwisse3n und die Aqnwendung geographischer Arbeitsweisen ausgerichteten Wettbewerben (Nr. 1 + 2) und jenen mit Schwerpunkt auf geowissenschaftlicher Forschung (Nr. 3 – 5) unterschieden werden. Hinzu kommt ein Wettbewerb, der die geographische Gesamtausrichtung einer Schule würdigt (Nr. 6).

a) Diercke WISSEN (ehemals National Geographic Wissen)
Hierbei handelt es sich um den größten Geographie-Schülerwettbewerb Deutschlands mit über 280.000 Teilnehmern (2012). Er ist ein reiner Wissens-Wettbewerb. Die Wettbewerbsrunde startet jedes Jahr kurz nach den Weihnachtsferien. Teilnahmeberechtigt sind alle Schüler der Klassen 7 bis 10. Die Wettbewerbsebenen sind: Schulwettbewerb, Landeswettbewerb, Bundesfinale. Alle zwei Jahre findet die National Geographic World Championship statt. Das deutsche Team wird aus den besten 12- bis16-jährigen Finalteilnehmern der letzten zwei Jahre gebildet.

b) Janus iGeo-Competition Deutschland
Dieser Wettbewerb wendet sich an alle Schüler zwischen 16 und 19 Jahre, die in der Lage sind, geographische Fragestellungen in englischer Sprache zu beantworten. Er findet alle zwei Jahre statt, das nächste Mal beginnt die Wettbewerbsrunde nach den Sommerferien 2013. Die Wettbewerbsrunde beginnt mit dem Schulwettbewerb, bei dem die Schüler zwei Kurzklausuren schreiben (je 30 Minuten) sowie einen Wissenstest absolvieren. Die Siegerarbeiten der einzelnen Schulen werden im jeweiligen Bundesland beim Landesauftragten eingereicht, der dann den Landessieger ermittelt. Die Landessieger nehmen am Bundesfinale teil, wo dann wieder zwei Kurzklausuren und ein Wissenstest auf dem Programm stehen. Die Bestplatzierten qualifizieren sich zur Teilnahme als deutsche Nationalmannschaft bei der alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Geographie Olympiade.

c) Schüler experimentieren (Bereich Geo- und Raumwissenschaften)
Der Wettbewerb ist vorgesehen für alle Jungforscher im Alter von 15 Jahren und jünger frühestens ab 4. Klasse). Die Teilnahme ist möglich mit Einzelprojekten oder Gruppenprojekten (bis zu 3 Personen).Das Thema ist frei wählbar, jedoch sind reine Literturarbeiten unerwünscht. Anmeldeschluss ist in jedem Jahr der 30. November. Austragungsebenen: Regionalentscheidung und Finale im jeweiligen Bundesland.

d) Jugend forscht (Bereich Geo- und Raumwissenschaften)
Der Wettbewerb richtet sich an alle Jungforscher im Alter von 16 – 21 Jahre. Weitere Einzelheiten wie unter c, jedoch sind die Austragungsebenen der Regionalentscheid, das Landesfinale und das Bundesfinale. Anmeldeschluss ist ebenfalls der 30. November.

e) BundesUmweltWettbewerb
Der Wettbewerb ist ausgeschrieben als
 BUW I (13- bis 16-Jährige; max. Teilnehmerzahl 20)
 BUW II (17- bis 21-Jahrige; max. Teilnehmerzahl 6)
Es sollen Ursachen von Umweltproblemen erkannt, nach Lösungen für diese Probleme gesucht und Umsetzungen der Lösungen in die Wege geleitet werden. Besonders wichtig ist dabei der Weg vom Wissen zum nachhaltigen Handeln und die Verbindung von Theorie und Praxis. Einsendeschluss ist jedes Jahr am 15. März; die Anmeldung sollte rechtzeitig vorher erfolgen. Die interessantesten Arbeiten werden im Juni (?) zum Jury-Entscheid nach Kiel eingeladen. Bei einer zentralen Abschlussfeier werden Preise und Hauptpreise vergeben.

f) Innovationspreis für Schulgeographie der Professor Dr. Frithjof Voss-Stiftung
Der Preis wird alle zwei Jahre (stets ungerade Zahlen) an eine Schule vergeben, die sich in besonderer und innovativer Weise auf dem Gebiet der Schulgeographie verdient gemacht hat. Er zeichnet zeichnet eine Schule aus, die sich in herausragender Weise und langfristig für die Förderung wissenschaftsnaher geographischer Bildung eingesetzt hat. Es werden keine Einzelpersonen ausgezeichnet. Der Preis besteht neben der Dotation für den weiteren Ausbau der Geographieabteilung aus der Überlassung der Statuette „Die schöne Gaya“ für die nächsten zwei Jahre sowie dem Prädikat „Profilschule Geographie“. Diese Bezeichnung ist auf eine Bronzetafel graviert, die bei der Schule bleibt. Bewerben können sich alle Schulen mit entsprechenden Voraussetzungen; die nächsten Bewerbungen sind im Frühjahr 2013 möglich.


Volker Huntemann
Referent für Schülerwettbewerbe beim VDSG



Es beginnt mit Projektarbeit vor Ort ...: Schüler bei der Erstellung eines Geoökologischen Lehrpfads

... und endet im günstigsten Fall auf dem Siegerpodest: Bundesbildungsminsterin Prof. Dr. Johanna Wanka überreicht 2015 in Ludwigshafen Florentine Mostaghimi-Gomi und Ole Keim (Hamburg) den Sonderpreis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit beim Wettbewerb Jugend forscht

BundesUmweltWettbewerb


www.bundesumweltwettbewerb.de [801 KB]

 


Prinzipien des methodenkompetenten Erforschens des geographischen Raumes [11 KB]

Arbeitsphasen der Vorbereitung zur Teilnahme am BundesUmweltWettbewerb [14 KB]