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REFERENDAR- UND JUNGPHILOLOGENVERTRETUNG

 
 

 

siehe auch: Referat Referendar- und Jungphilologenvertretung

Vorsitzende: Carina Benning, rjv@bpv.de

 

Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

 

Resolution zur Einstellungssituation der Referendare an bayerischen Gymnasien

Mit großem Unverständnis und tiefer Betroffenheit nehmen wir zur Kenntnis, dass zum Einstellungstermin im Februar 2010 rund 300 Junglehrer trotz zum Teil hervorragender Examensnoten nicht in den Staatlichen Schuldienst übernommen werden. Damit stehen rund 50 Prozent des aktuellen Prüfungsjahrgangs, in manchen Fächerkombinationen über 95 Prozent,  vor einer ungewissen beruflichen Zukunft.

Dies ist nicht nur bedauerlich, sondern skandalös, weil den Junglehrern bis vor kurzem noch große Hoffnung auf eine feste Anstellung gemacht wurde. Noch beim letzten Einstellungstermin wurden fast alle Bewerber bis zur Grenznote eingestellt, jetzt kommen in Fächerverbindungen mit Deutsch, modernen Fremdsprachen, Geschichte, Erdkunde, Wirtschaft und Recht sowie Sozialkunde nicht einmal Referendare mit Bestnote zum Zuge.

Dieser bis zuletzt nicht vorhersehbare Zickzackkurs zwischen Volleinstellung und Einstellungsstopp lässt vorausschauende staatliche Personalplanung vermissen, - er ist zudem ungerecht und führt zu einer enormen Verunsicherung. Auf der anderen Seite werden in allen Fächern, eben nicht nur in den Naturwissenschaften, an den bayerischen Gymnasien junge Lehrerinnen und Lehrer dringend gebraucht, um übergroße Klassenstärken zu senken, individuelle Förderung zu ermöglichen und notwendige pädagogische Verbesserungen umzusetzen. Bei den in Zeiten des Lehrermangels von Arbeitslosigkeit bedrohten jungen Kolleginnen und Kollegen handelt es sich durchwegs um hochqualifizierte, hochmotivierte und engagierte Lehrkräfte. Sie haben ihre Lebensplanungen am staatlichen Schuldienst ausgerichtet und dafür lange Ausbildungszeiten und z.T. auch Schulden in Kauf genommen. Umso härter trifft sie die negative Nachricht des Kultusministeriums und sie müssen feststellen, dass im staatlichen sowie im nichtstaatlichen Schuldienst bereits Verträge bis Schuljahresende, oft sogar mit weniger qualifizierten Kräften, abgeschlossen wurden.

Konkret fordern wir daher die Schaffung zusätzlicher Einstellungsmöglichkeiten durch Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • Schaffung einer integrierten Unterrichtsreserve an den Gymnasien im Umfang von 5 % der Planstellen

  • Massive Aufstockung der Mittel für Aushilfskräfte als vorübergehende und kurzfristige Einstellungsperspektive

  • Deutliche Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für Zweigschulreferendare

  • Reduzierung der Kursgröße auf maximal 20 Schüler in den verpflichtenden Abiturfächern, insbesondere im Fach Deutsch

  • Aufhebung des eigenverantwortlichen Unterrichts im 3. Ausbildungsabschnitt

  • Ausweitung der Abordnungsmöglichkeiten von Studienräten im Hochschuldienst an Hochschulen nach 2011

  • Rücknahme der Einschränkungen bei Teilzeit- und Beurlaubungsanträgen

  • Vorzeitige Rückerstattung des Arbeitszeitkontos

  • Beibehaltung der Sonderaltersgrenze für Lehrkräfte

  • Budgetzuschläge für individuelle Förderung

  • Abbau des Unterrichtseinsatzes von Grundschullehrkräften an Gymnasien

  • Konkrete frühzeitige Aussagen über die Einstellungssituation im September 2010

  • Sonderlösungen für den aktuell betroffenen Jahrgang 2008/10 als Nachteilsausgleich

 
 

Die Referendar- und Jungphilologenvertretung

 

Alle Referendare, die Mitglieder im bpv sind, wählen aus ihrem Seminar zwei Vertreter. Die gewählten Vertreter aller Seminare treffen sich einmal jährlich zur Jahreshaupt-versammlung (JHV) im Dezember. Jedes Jahr werden auf der JHV etwa 15 Referendare, Lehramtsassessoren und StR z.A. gewählt, die für ein Jahr die Referendarvertretung (rjv) bilden. Neben diesen gewählten Vertretern kann sich jedes andere interessierte Mitglied aktiv an der Arbeit der rjv beteiligen (diese Mitglieder sind dann kooptierte Mitglieder). Auf der JHV bringen alle Seminarvertreter ihre Anliegen und Probleme aus den Seminarschulen zur Sprache, diskutieren sie und beschließen die Schwerpunkte der Arbeit für das folgende Jahr.

Die rjv und alle Interessierten treffen sich in regelmäßigen Abständen, um ihre Arbeit zu koordinieren.

Arbeitgebiete der rjv

  • Informieren über das Referendariat

  • Informieren über den Verband

  • Verbesserung der Ausbildungsbedingungen

  • Verbesserung der Anstellungssituation

  • Informieren über Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des staatlichen Schuldienstes

  • Fortbildungen für junge Lehrer

Dafür stehen wir in Kontakt mit Vertretern von Kultusministerium (KM), Seminarlehrern, Landtagsfraktionen u.a..

Daher gilt für eine effektive Vertretung deiner Interessen:

Mitglied beim bpv werden und in der rjv mitarbeiten!

Wir heißen jeden engagierten Mitarbeiter herzlich willkommen!

Der Ratgeber

Den aktuellen Ratgeber für Studienreferendare mit ausführlichen Informationen, Quellen, Adressen usw. bekommst du nach deinem Beitritt von der Geschäftsstelle auf Wunsch kostenlos zugesandt.

Unter anderem findest Du darin Informationen zu

  • Ausbildung und Prüfung

  • Zuweisung und Versetzung

  • Anstellung und Warteliste

  • Beamtenrecht und Besoldung

  • Reisekosten, Trennungsgeld

  • Versicherung

  • Steuertipps

  • Verlagsanschriften

  • Dienststellen

Die Aktualisierung dieses Nachschlagewerkes ist ein weiteres zentrales Arbeitsgebiet der rjv. So wird der Ratgeber in regelmäßigen Abständen vollständig überarbeitet und neu aufgelegt.

 
 
 
   
   
   
   
   
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vertretung>referendare

     
             

Pressemitteilungen:

Referendare informieren in einer vom bpv organisierten Aktion Ministerpräsident Seehofer über  dramatische Einstellungssituation für Junglehrer

Im Februar 2009 mit Note 3,34 eine Planstelle, im Februar 2010 mit 1,5 arbeitslos?

Bayern will im Februar viele Junglehrer in die Arbeitslosigkeit entlassen

Medienberichte zu dieser Aktion:

nn-online.de

bild.de

nz-online.de