Dr. Klaus Neumaier gibt Redaktion der Verbandszeitschrift ab
Das „Gymnasium in Bayern“ hat sich in den letzten 11 Jahren dramatisch verändert! Eine Aussage, der wohl jeder zustimmen wird, die aber einer Spezifizierung bedarf, um klarzustellen, welche der so bezeichneten Institutionen hier gemeint ist. Ich meine damit die altehrwürdige Verbandszeitschrift des Bayerischen Philologenverbandes, die unter der Leitung von Dr. Klaus Neumaier peu à peu durchgelüftet wurde und so den Weg ins neue Jahrtausend gefunden hat. Vor über 11 Jahren übernahm er die Schriftleitung unseres „Mitteilungsblattes“, wie es sein Vorgänger immer noch bezeichnete. Unaufgeregt und mit ruhiger, sicherer Hand entwickelte er unsere Verbandszeitschrift weiter: Nach und nach führte er neue Strukturen ein, änderte das Layout, wechselte von schwarz-weiß zu Farbe und kreierte das für ihn charakteristische ‚Editorial’, das ich immer mit besonderem Interesse und Vergnügen gelesen habe! Wohl formuliert und treffend fasste Dr. Neumaier darin berufs- und bildungspolitische Entwicklungen zusammen und stellte die Schwerpunkte der jeweiligen Ausgabe vor. Ehrenamtlich, neben seinen schulischen Aufgaben als Lehrer und Direktoratsmitarbeiter am Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim, erstellte und verantwortete er praktisch im Alleingang zuverlässig Monat für Monat, Jahr für Jahr ohne Unterbrechung jeweils elf Ausgaben des „Gymnasium in Bayern“ – eine kaum zu überschätzende Herkulesleistung, die kein Ende und kaum Pausen zulässt – galt es doch nach Abschluss eines Heftes einerseits die Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten einer jeden Ausgabe zu erledigen, andererseits aber per Telefon, Fax, Mail und Schriftverkehr schon wieder am nächsten Heft zu arbeiten, ein Titelbild zu suchen, ständig neue Texte zu sichten und zu redigieren – und nicht zuletzt, den Verfasser des Leitartikels – und nicht nur ihn – immer wieder einmal mit sanftem Nachdruck an den Abgabetermin zu erinnern.
Neben der täglichen Arbeit in der Schule und an der Verbandszeitschrift war Dr. Neumaier auch noch für viele Broschüren und Faltblätter verantwortlich, die seine Handschrift tragen. Bei ungezählten Tagungen und Veranstaltungen griff er selbst zur Feder und verfasste Berichte und treffende Kommentare. Unverzichtbar waren und sind sein reiches Wissen, sein Rat und seine Erfahrung bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Vorbereitung der Wahlen zu den örtlichen Personalräten und zum Hauptpersonalrat. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er uns dafür noch bis ins nächste Jahr zur Verfügung steht.
Zusätzlich zu seiner schulischen Karriere bis hin zum Mitarbeiter in der Schulleitung kann Dr. Neumaier auf ein langes und erfolgreiches verbandliches Engagement stolz sein. Mitglied seit 1976, war er von 1978 bis 1981 Bezirksfachgruppenleiter für Geschichte und Sozialkunde, danach stellvertretender Obmann und über fünf Jahre Delegierter, bevor er 1990 zunächst als Pressereferent, dann fünf Jahre als Schriftführer und schließlich ab 1999 als Chefredakteur des „Gymnasium in Bayern“ seinen enormen Einsatz für unseren Verband fortsetzte. Darüber hinaus leitete er den Arbeitskreis Presse und bis heute wirkt er in den Arbeitskreisen Mitgliederwerbung sowie Verbandsdienstleistungen mit. Dass er seit 1990 alle HPR-Wahlen leitend und mit immer mehr Erfolg begleitete, habe ich schon angedeutet. Dass er die goldene Ehrennadel für seine Arbeit nach 25 Jahren Mitgliedschaft im Jahr 2001 erhielt, versteht sich von selbst.
Als „Senior“ kann er laut geänderter Satzung nicht mehr für ein Referat kandidieren. Er will dies auch aus eigener Überzeugung und Zustimmung zu dieser Änderung nicht.
Lieber Klaus, namens der Mitglieder des Bayerischen Philologenverbandes, der Mitglieder des Hauptvorstandes, des Geschäftsführenden Vorstandes, aber auch ganz persönlich danke ich Dir für Dein unermüdliches Engagement und Deine enorme Leistung. Für die Zukunft wünsche ich Dir von Herzen alles erdenklich Gute!
Max Schmidt
Erster Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes
November 2010
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